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Das Außenamt warnt Belgier im Iran: "Verlassen sie das Land so schnell wie möglich. Es drohen willkürliche Festnahmen"

Das Bundesaußenministerium in Brüssel warnt die Landsleute vor Reisen in den Iran und ruft Belgier, die sich derzeit dort aufhalten dazu auf, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Diese Warnungen erfolgen aufgrund der Verschlechterung der Sicherheitslage. Am Wochenende ist dort z.B. eine Schauspielerin festgenommen worden, die sich mit der Protestbewegung solidarisch zeigte und der belgische NGO-Mitarbeiter Olivier Vandecasteele wurde zu 28 Jahren Haft im Iran verurteilt.

Andreas Kockartz
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„Alle belgischen Besucher, auch die mit doppelter Staatsbürgerschaft, gehen ein ernstes Risiko auf willkürliche Festnahmen und unehrliche Prozesse ein“, verlautete dazu aus dem Brüsseler Außenministerium: „Dieses Risiko gilt auch für Personen, die einfach nur als Touristen den Iran besuchen. Im Falle von Festnahmen oder Haft ist der Respekt vor den fundamentalen Rechten und der Sicherheit nicht gewährleistet.“

Allen Belgiern, auch denen mit doppelter belgischer und iranischer Staatsbürgerschaft, wird von Reisen oder Aufenthalten im Iran dringend abgeraten. Landleute, die sich derzeit dort aufhalten, bekommen den Rat, den Iran schnellstmöglich wieder zu verlassen. Sie sollten zudem Reisen im Landesinneren auf das Geringste zu beschränken und vermeiden, sich in der Nähe von Menschenansammlungen aufzuhalten.

Betroffene sollten sich bei der belgischen Botschaft in Teheran melden, was über die Webseite des Außenministeriums Travellers Online möglich ist.

Am Wochenende ist die Schauspielerin Taraneh Alidoosti festgenommen worden, nach dem sie sich via Instagram mit der Protestbewegung im Iran solidarisierte und in der vergangenen Woche wurde der seit Februar im Iran inhaftierte westflämische NGO-Mitarbeiter Olivier Vandecasteele zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt. Bis heute ist nicht deutlich, aus welchem Grund er verurteilt wurde. 

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