Auch die Stadt Diest in der Provinz Flämisch-Brabant ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Davon sind seit Montag fast alle städtischen Dienste betroffen, aber auch die kommunalen Schulen und andere Einrichtungen. „Alle unsere kommunalen Ämter sind platt“, sagte Bürgermeister Christophe De Graef (Open Diest) dazu gegenüber VRT NWS.
In Diest können durch diese Cyberattacke derzeit die Dienststellen und Ämter nicht arbeiten. Ähnlich wie in Antwerpen können in Diest keine neuen Ausweise mehr ausgestellt werden, Bücher in der Bibliothek ausleihen, ist ebenfalls nicht möglich und sowohl die Computernetzwerke der städtischen Schulen, als auch die im Pflege- und Gesundheitsbereich können derzeit nicht genutzt werden. Auch im Kulturzentrum Den Amer in Diest funktioniert gerade nichts mehr.
„Alle IT-abhängigen Dienste der Stadt liegen platt. Momentan versuchen wir, den Schaden einzuschätzen. Wie groß der Schaden ist, wird derzeit untersucht. Wir wissen auch nicht, wer dahinter steckt“, so Bürgermeister De Graef. Der Angriff ist offenbar gegen die internen IT-Netzwerke der Stadt gerichtet.
Das betrifft z.B. den Mailverkehr, den Zugang zum Netz und die Software, die notwendig ist, um die Bürger der Stadt Diest bedienen zu können. An den Schaltern im Rathaus und in den anderen Anlaufstellen kann den Bürgern gerade nicht weitergeholfen werden. Erreichbar sind die Ämter nur telefonisch. Termine können allerdings nicht vergeben werden, da eben die Netze, die dazu erforderlich sind, nicht zugänglich sind.
Dies ist bereits die dritte Cyberattacke gegen städtische Dienste in Belgien. Im September wurde die Gemeinde Zwijndrecht bei Antwerpen Opfer eines solchen Angriffs, wie erst Ende November bekannt wurde. Seit der vergangenen Woche ist auch Antwerpen Opfer eines solchen Angriffs, der weitreichende Folgen hat.

