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Cyberangriff auf die Stadt Antwerpen: Hackerkollektiv Play fordert Lösegeld

Das Hackerkollektiv Play ist für den Cyberangriff auf die Stadtverwaltung von Antwerpen verantwortlich. Dies teilen die Hacker auf ihrer eigenen Webseite im Darknet mit. Dies wird von einem nicht genannt werden wollenden Informanten von VRT NWS bestätigt. Play droht offenbar damit, die über 500 Gigabyte an Daten, die man „erobert“ habe, am 19. Dezember zu veröffentlichen, wenn die Stadt Antwerpen kein Lösegeld zahle. 

Andreas Kockartz
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Letzte Woche ist das Computernetzwerk der Stadt Antwerpen von einem großen Cyberangriff lahmgelegt worden. Dies betraf die Stadtverwaltung ebenso, wie städtische Krankenhäuser, Schulen oder auch Museen und Bibliotheken. Die Folgen davon können noch Tage und Wochen dauern, wie die Stadtverwaltung wissen lässt.

Am Sonntagabend teilte das Hackerkollektiv Play auf der eigenen Webseite in Darknet mit, dass man den Abgriff durchgeführt habe und dass man dabei etwa 557 Gigabyte an Daten „erobert“ habe. Diese würden veröffentlicht, wenn die Stadt nicht bis zum 19. Dezember ein Lösegeld (in ungenannter Höhe) zahle.

Laut VRT NWS-Journalist Tim Verheyden ist Play kein Unbekannter in dieser Cyberwelt: „Sie sind für große Cyberangriffe in den USA, in Kanada, Bulgarien und in der Schweiz verantwortlich und jetzt auch in Antwerpen.“

Der Angriff wurde offenbar mit einer sogenannten „Ransome-Ware“ durchgeführt. Jetzt verlangt Play ein Lösegeld, damit die lahmgelegten Daten wieder freigegeben werden können. Andernfalls sollen die Daten im Internet veröffentlicht werden. Deadline für die Lösegeldforderung soll der 19. Dezember sein.

Das bedeutet, dass an diesem Stichtag durchaus große Mengen an sensiblen Daten publik werden könnten, falls Antwerpen das Lösegeld nicht zahlt, so VRT-Kollege Verheyen. 

Vier zusätzliche Anlaufstellen für die Antwerpener Polizei

Aufgrund der schwerwiegenden Folgen der Cyberattacke auf die Antwerpener Behörden hat die Polizei dort insgesamt vier zusätzliche Büros geöffnet, an die sich die Bürger wenden können. Es ist am späten Montagnachmittag noch stets unmöglich, einen Termin mit der Polizei in Antwerpen zu vereinbaren. 

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