Das Wohnhaus des belgischen Justizministers Vincent Van Quickenborne (flämische Liberale, Open VLD) in Kortrijk (Provinz Westflandern) wird erneut verstärkt überwacht. Bereits vor zweieinhalb Monaten waren Van Quickenborne und seine Familie abgetaucht, nachdem sich der Verdacht auf eine Entführung des Justizministers verdichtet hatte. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass in dem Dossier neue Elemente aufgetaucht seien.
Justizminister Van Quickenborne steht erneut unter Polizeischutz nach möglicher Bedrohung aus dem Drogenmilieu
Das Haus von Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) in Kortrijk wird erneut von der Polizei verstärkt überwacht. Der Minister war bereits Ende September unter Polizeischutz gestellt worden, als die Polizei von Plänen zur Entführung des Ministers erfuhr. Vier Verdächtige aus dem Drogenmilieu befinden sich im Rahmen dieser Ermittlungen in Untersuchungshaft.
Die Schutzmaßnahmen soll der Gefahrenstufe vier entsprechen, aber das will die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs sehr hoch und sehr zeitnah ist.
"Wir sind heute Abend in den Besitz neuer Informationen über eine mögliche Bedrohung von Minister Van Quickenborne gelangt. Wir werten diese Informationen aus und werden sie gründlich untersuchen", sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft, Eric Van der Sypt (Foto unten), nach der Krisensitzung.
"Wir gehen natürlich kein Risiko ein, weder für den Minister noch für seine Familie. Es wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vereinbart. Ich denke, es ist klar, dass wir dazu nichts sagen können", sagte Van der Sypt.
Minister Van Quickenborne weigerte sich am Mittwochabend in "#Bel Riadh" bei VRT NWS die Entwicklungen zu kommentieren.

