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Gescheiterte Entführung von Justizminister Van Quickenborne: Niederlande liefern Verdächtige an Belgien aus

Im Rahmen der Ermittlungen im Fall der gescheiterten Entführung von Belgiens Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD, Foto) haben die Niederlande in dieser Woche die vier Verdächtigen an die belgische Justiz überstellt. Drei der vier Betroffenen hatten vergeblich versucht, sich auf jurustischem Weg dieser Auslieferung zu widersetzen, doch dies gelang ihnen nicht. Jetzt werden sie einem Haftrichter in Kortrijk vorgeführt, der entscheiden soll, ob Untersuchungshaft angeordnet werden muss. 

Andreas Kockartz
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Am 24. September wurde bekannt, dass das Haus von Bundesjustizminister Van Quickenborne und die Umgebung des Anwesens aufgrund einer möglichen Bedrohung unter verschärfte Bewachung gestellt wurden. Später wurde deutlich, dass es dabei um eine vereitelte Entführung des liberalen Politikers ging. In unmittelbarer Nähe von dessen Wohnort wurde seinerzeit ein verdächtiges Fahrzeug untersucht, in dem u.a. Waffen entdeckt wurden. 

Bereits in der Nacht zuvor waren in Den Haag und in Leidschensam in den Niederlanden drei Verdächtige festgenommen und nur ein Tag später wurde eine vierte Person in diesem Zusammenhang verhaftet. 

Belgien stellte unmittelbar danach einen Auslieferungsantrag an die niederländische Justiz und diesem wurde nach juristischem Widerstand der Anwälte von drei der vier Verdächtigen am 26. Oktober auch stattgegeben.

Am Dienstag wurde der erste Verdächtige der belgischen Justiz bzw. der Staatsanwaltschaft von Kortrijk in Westflandern, wo die Ermittlungen zusammenlaufen, überstellt. Am Donnerstag dann wurden die drei anderen Personen ausgeliefert. In Kortrijk wird ein Haftrichter entscheiden, ob gegen die vier Verdächtigen Untersuchungshaft angeordnet werden muss.   

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