Der belgische Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation, Olivier Vandecasteele (Foto) befindet sich seit rund 9 Monaten in einem Gefängnis im Iran, doch warum er dort festgehalten wird, ist unklar, auch wenn ihm der Iran „Spionage“ vorwirft. Wie jetzt bekannt wurde, ist Vandecasteele vor 2 Wochen in einen Hungerstreik getreten, um so gegen seine Behandlung zu protestieren.
Hungerstreik seit 2 Wochen: Olivier Vandecasteele sitzt seit 9 Monaten im Iran in einer Zelle
In einer Pressemitteilung gaben Familie und Freunde des 41 Jahre alten Belgiers jetzt bekannt, dass dieser in den Hungerstreik getreten sei, um damit gegen seine unmenschliche Behandlung im Iran zu protestieren. Dabei wurde auch bekannt, dass Vandecasteele am Montag zum ersten Mal Kontakt mit Mitgliedern des belgischen Konsulats im Iran hatte, seit er im Februar festgenommen worden ist.
Dabei kam heraus, dass sich der Belgier seit geraumer Zeit in eine fensterlosen Zelle in Isolationshaft befindet und dass er schwere gesundheitliche und psychische Probleme habe. Die Familie von Olivier Vandecasteele nennt dies ausdrücklich Folter, was die Vereinten Nationen genauso sehen, und ruft die belgische Bundesregierung dazu auf, alles daranzusetzen, dass er freigelassen wird.
Im Sommer hatte die belgische Abgeordnetenkammer im Parlament einem Gesetz zu einem Gefangenenaustausch zwischen Belgien und dem Iran zugestimmt. Doch zu einem solchen Deal, bei dem der in Antwerpen zu Haft verurteilte iranische Terrorverdächtige Assadollah Assadi möglicherweise gegen Vandecasteele ausgetauscht werden könnte, ist es bisher nicht gekommen.

