Der Prozess zu den Anschlägen auf Brüssel und auf den Nationalflughafen in Zaventem vom 22. März 2016 kann doch beginnen. Der Prozessbeginn war verschoben worden, weil die Vorsitzende des Gerichts auf die Forderung der Verteidigung eingegangen war, die individuellen Einzelboxen abzubauen, in denen die Angeklagten dem Prozess hätten folgen sollen. Jetzt wurde der umgebaute Gerichtssaal im früheren Brüsseler Nato-Hauptquartier vorgestellt (Foto).
Neue Box für die Angeklagten: Der Brüsseler Terrorprozess kann beginnen
Statt der einzelnen gläsernen Boxen wurde eine große Box für die Angeklagten gebaut, in der die insgesamt 10 Angeklagten, die dem Verfahren vor Ort folgen, Platz nehmen können.
Die Box besteht aus drei Scheiben aus Panzerglas, in denen Luken zu finden ist, durch die die Angeklagten mit ihren Verteidigern sprechen können. Damit ist das Problem gelöst.
Der Verteidigung war wichtig, dass ihre Mandanten nicht in einzelne Boxen eingepfercht werden und dass sie sich vernünftig miteinander unterhalten können. Alles andere, so die Anwälte, hätte dem Prozessverlauf geschadet.
Der Prozess kann in dem neu eingerichteten Gerichtssaal im früheren Nato-Hauptgebäude an der Grenze der Brüsseler Ortsteile Haren und Evere endlich beginnen. Start ist in der kommenden Woche mit 7 Wochen Verspätung und mit Mehrkosten von 235.000 €.
Bei den Anschlägen auf die Brüsseler Metrostation Maalbeek und auf den Brussels Airport in Zaventem starben am 22. März 2016 32 Menschen und hunderte wurden verletzt. Der Prozess ist auf 9 Monate Dauer angesetzt.


