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Inland
Justiz

Gescheiterte Entführung von Justizminister Van Quickenborne: Die Niederlande liefern die Verdächtigen aus

Ein Gericht in Amsterdam hat beschlossen, dass die vier Verdächtigen im Fall der vereitelten Entführung von Belgiens Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD, Video) vor einigen Wochen an die belgische Justiz ausgeliefert werden können. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ende September wurden vier Personen bemerkt, die in Kortrijk in Westflandern das Viertel observierten, in dem Bundesjustizminister Van Quickenborne lebt. Am Tag danach wurde deren Fahrzeug in der Einfahrt einer Nachbarin des Justizministers entdeckt und darin fand die Polizei ein Maschinengewehr, Flaschen mit Benzin und Kabelbinder aus Plastik, mit denen man Personen fixieren oder festbinden kann.

Nur kurze Zeit später konnten die Verdächtigen in den Niederlanden gestellt werden und sofort stellte die belgische Justiz im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens einen Auslieferungsantrag für die vier Personen. Diese waren bereits polizeilich für Drogendelikte bekannt. Sie sollten offenbar im Auftrag von Drogenbossen Justizminister Van Quickenborne entführen.

Dieser lebt seit dem unter verschärftem Polizeischutz, nach dem er und seine Familie einige Tage lang in einem Safehouse an einem geheimen Ort untergebracht waren.

Die vier Verdächtigen hatten mit ihren Anwälten versucht, sich der Auslieferung nach Belgien zu widersetzen und argumentierten dies mit den „menschenunwürdigen Zuständen in den belgischen Haftanstalten“. Doch die niederländische Justiz ist der Ansicht, dass die vier Personen der belgischen Justiz überstellt werden müssen, da sie ihre Straftaten, die mutmaßliche Vorbereitung der Entführung eines Politikers, in Belgien begangen haben. 

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