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Inland
Justiz

Femizid: spanische Krankenschwester in Brüssel erstochen

Eine 23-jährige Frau aus Spanien, die in Brüssel als Krankenschwester arbeitete, ist am Donnerstag durch Messerstiche getötet worden. Das berichten die Medienkanäle von Sudinfo und mehrere spanische Presseorgane. Die Meldung ist von der Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigt worden. Der mutmaßliche Täter, der 24-jährige Ex-Partner des Opfers, wurde festgenommen.  

Martina Luxen Belga
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Die Brüsseler Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die 23-Jährige am 27. Oktober gegen 8.30 Uhr in einer Wohnung in der Zuidstraat in Brüssel tot aufgefunden wurde: “Nach ersten Erkenntnissen starb das Opfer durch mehrere Messerstiche. Der Tatort wurde abgesperrt und von der Spurensicherung untersucht.” Die Staatsanwaltschaft hat einen Rechtsmediziner beauftragt und einen Ermittlungsrichter wegen des Verdachts auf Totschlag gefordert. Ein 24-jähriger Verdächtiger konnte festgenommen werden und wurde seiner Freiheit beraubt. 

Die Staatsanwaltschaft gibt im Interesse der Ermittlungen vorerst keinen weiteren Kommentar ab. Wie mehrere Medien berichteten, stammte das Opfer aus Valladolid, wo sie etwa ein Jahr lang in einem Blutentnahmezentrum gearbeitet hatte. Im Juni war sie angeblich nach Belgien gezogen, wo sie eine Arbeit am Institut Jules Bordet in Brüssel gefunden hatte. Ihr Ex-Partner, ein Angehöriger der Guardia Civil, soll ihr nachgereist sein, um sie zur Rückkehr zu überreden. Als sie sich weigerte, soll der junge Mann auf sie eingestochen haben. Er soll dann versucht haben, sich das Leben zu nehmen, indem er aus dem Fenster sprang.

Der Mord an der jungen Frau ist kein Einzelfall. 

Der Tod der jungen Spanierin wäre mindestens der 19. Frauenmord in Belgien in diesem Jahr. Laut Statistiken der Staatssekretärin für Chancengleichheit Sarah Schlitz, die am Freitag einen umfassenden Gesetzentwurf gegen Frauenmorde durch das Kabinett brachte, wurden seit 2017 mindestens 172 Femizide begangen:

  • 2021: mindestens 22 Frauen 

  • 2020: mindestens 26 Frauen 

  • 2019: mindestens 24 Frauen 

  • 2018: mindestens 39 Frauen

  • 2017: mindestens 43 Frauen 

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