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Auch die christliche Gewerkschaft verwirft den "Transformationsplan" bei der VRT

Auch die christliche Gewerkschaft ACV lehnt den Reform- und Sparplan beim flämischen Rundfunk VRT ab und damit auch den Entwurf des Sozialplans, der in dieser Woche vorgestellt wurde. Damit lehnt nach der sozialistischen Gewerkschaft auch die zweite Gewerkschaft in unserem Hause den „Transformationsplan“ ab. Nur die liberale VSOA nimmt den Plan an, wie am Donnerstagnachmittag deutlich wurde. 

Andreas Kockartz
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Trotz der Tatsache, dass die Gewerkschaften und die Direktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks des belgischen Bundeslandes Flandern VRT die Zahl der direkten Entlassungen von 116 auf 67 senken konnten, halten die ACV und die sozialistische ACOD die Spar- und Reformpläne des Senders ab. Dieser will neue Wege gehen und sich dem digitalen Zeitalter in der Medienlandschaft besser anpassen.

Dies bedeutet auch, dass unser Haus eigene Produktionen im Bereich Fiktion und Unterhaltung privaten Medienhäusern übergeben wird. Auch das gesamte rund 70-köpfige Team der Soap „Thuis“ („Zu Hause“) wird an ein privatwirtschaftliches Unternehmen abgegeben. Auch dies sorgt für enormen Unmut beim Personal des Senders.

In einer Pressemitteilung der ACV zur VRT heißt es zur Ablehnung des Plans: „Auch für die Mitarbeiter, die bleiben können, wird der Arbeitsdruck weiter zunehmen. Und dies, während diese Mitarbeiter schon jetzt angeben, dass es um ihr Wohlbefinden nicht gut bestellt ist. Die vorgesehenen Maßnahmen rund um das Wohlbefinden stehen nicht im Verhältnis zum zunehmenden Arbeitsdruck.“

Streik am 9. November

Sowohl die ACV, als auch die ACOD rufen für den 9. November zu einem Streik auf. An diesem Tag findet der nationale Streiktag für bessere Kaufkraft in Belgien statt. Am späten Donnerstagnachmittag akzeptierte die liberale Gewerkschaft bei der VRT, die VSOA, als einziger Arbeitnehmerverband den Entwurf des Sozialplans.

Die Ablehnung dieses Kompromisses durch die ACV, die bisher eine eher gemäßigte Haltung an den Tag legte, ist für das Management der VRT ein Rückschlag, auch wenn der Sender seine Pläne ohne die Gewerkschaften umsetzen kann. Doch dies ist keine gängige Praxis.

Man werde weiter mit den Gewerkschaften sprechen, teilte die VRT-Direktion mit, die unterstreichen möchte, dass die christliche Gewerkschaft die Verhandlungen „gut, offen und konstruktiv“ führte. Dies gebe Anlass für Hoffnung.

Der „Transformationsplan“ bei der VRT ist auch vor dem Hintergrund nötig, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Zeitraum 2020-2025 strukturell 25 Mio. € einsparen muss, was auch daran liegt, dass unser Haus deutlich weniger Mittel vom Land Flandern bekommt.  

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