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Politik

Vergewaltigungsfall: Löwener Universität soll keine Fehler bei der Aufarbeitung gemacht haben

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Katholische Universität von Löwen (KU Leuven) versucht haben soll, den Vergewaltigungsfall um einen Professor der Pädagogie unter den Teppich zu kehren. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des flämischen Regierungskommissars, der mit der Untersuchung des Vorgangs betraut war.

Andreas Kockartz
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Dieser Bericht ist am Mittwoch dem Bildungsausschuss des flämischen Landesparlaments (Video oben) vorgelegt worden und zwar hinter verschlossenen Türen. Anwesend dabei war Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA), Landesjustiz- und Tourismusministerin Zuhal Demir (N-VA) und Landesinnenminister Bart Somers (Open VLD).

Nach Ansicht des Regierungskommissars habe das Rektorat der Löwener Universität alle gängigen Prozeduren befolgt und zwar nicht nur zum vorliegenden Fall, sondern auch bei vorangegangenen Vorfällen rund um grenzüberschreitendes Verhalten durch Professoren oder Dozenten.

Die Opposition kritisierte den Umstand, dass der Regierungskommissar in nur sehr kurzer Zeit Antworten auf alle offenen Fragen vorlegen konnte. Der Fall, der bereits seit 2016 aktenkundig ist, kam vor einigen Tagen in die Schlagzeilen, als Landesjustizministerin Demir der KU Leuven einen Zuschuss zur Finanzierung eines Events eingefroren hatte, als neue Details zu dem Vorgang auftauchten.

Jetzt wird eine externe Kommission die Politik der Universität zu grenzüberschreitendem Verhalten prüfen. Die Uni selbst kündigte an, ein neues Disziplinarverfahren für Personal, dass sich dieses Verhalten schuldig macht, erarbeitet. Dieses soll bis zum Jahresende vorliegen. 

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