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Familie des im Iran inhaftierten Belgiers beginnt Unterschriftensammlung

Die Familie von Olivier Vandecasteele, dem belgischen NRO-Mitarbeiter, der seit fast fünf Monaten im Iran festgehalten wird, hat eine Unterschriftensammlung gestartet und bittet in einer Videobotschaft auf Französisch und Niederländisch um Unterstützung. "Olivier hat als überzeugter Mitarbeiter humanitärer Einsätze sein Leben in den Dienst anderer gestellt”, erklärt Nathalie Vandecasteele, eine der Schwestern des Westflamen: "Heute braucht er Ihre Unterstützung.” 

Martina Luxen
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"Heute wird unser Sohn, Bruder, Pate seit 137 Tagen willkürlich in einem Evin-Gefängnis in Teheran festgehalten", erklärt die Schwester von Olivier Vandecvasteele: "Obwohl er unschuldig ist, sitzt er seit fast fünf Monaten in völliger Isolation in einer Zelle. Er hat zwei Monate ohne Matratze in einer Zelle verbracht, die 24 Stunden am Tag beleuchtet ist. Er ist täglich psychischem Druck durch schwere Verhöre ausgesetzt." 

Bei einem zweiten Konsulatsbesuch wurde außerdem festgestellt, dass Olivier Vandecasteele stark an Gewicht verloren hat und an einer Infektion im Fuß leidet. Die Familie behauptet, ihr Vertrauen in Diplomaten und Politiker aufrechtzuerhalten, stellt jedoch klar, dass "es für unsere Familie unvorstellbar ist, dass unser demokratisches Belgien nicht alles tut, um unschuldige Gefangene aus Ländern wie dem Iran zu befreien.” 

"Seit seinem Schulabschluss ist er weit weg von uns, um anderen zu helfen. Jetzt helfen Sie uns, ihn da rauszuholen und ihn nach Hause zu bringen, damit wir ihn schnell in unsere Arme schließen können", schloss Annie, Olivier Vandecasteeles Mutter, die ihre Emotionen nur mühsam unterdrücken konnte. 

Die Verhaftung des 41-jährigen Olivier Vandecasteele am 24. Februar in Teheran wurde letzte Woche von Justizminister Vincent Van Quickenborne vor dem Hintergrund der Parlamentsdebatte über ein umstrittenes Abkommen mit dem Iran über die Überstellung von Gefangenen bekannt gegeben.  

Durch die Unterschriftensammlung hofft die Familie, erneut die Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. "Olivier ist ein echter Belgier, Sohn, Bruder und Freund der Menschen in Oostduinkerke. Wir wollen unbedingt verhindern, dass er noch länger im Iran bleiben muss. Mit der Petition können wir zeigen, dass die belgische Bevölkerung ihn unterstützt", erklärte sein Freund Olivier Van Steirtegem seinerseits.

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