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Radja Nainggolan
Inland
Justiz

Geldwäsche: Muss Ex-Nationalspieler Radja Nainggolan ins Gefängnis?

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft fordert eine zweijährige Haftstrafe für den Fußballer Radja Nainggolan wegen Geldwäsche. Nainggolan, ehemaliger Nationalspieler bei den Roten Teufeln und aktuell bei Patro Eisden in Maasmechelen (Provinz Limburg) unter Vertrag, steht zusammen mit 15 weiteren Angeklagten in einem Fall von internationalem Drogenhandel vor Gericht.

Andreas Kockartz
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Im Frühjahr 2023 wurde Radja Nainggolan festgenommen und verbrachte eine Nacht im Gefängnis. Der frühere belgische Nationalspieler geriet in einer großangelegten Ermittlung zum internationalen Kokainhandel ins Visier der Fahnder.

Eine Bande, von der  am Freitag 16 Mitglieder vor Gericht standen, soll große Mengen Kokain aus Südamerika über den Hafen von Antwerpen importiert und u.a. in Belgien vertrieben haben.

Nainggolan geriet ins Visier der Ermittler, weil er innerhalb kurzer Zeit mehr als 100.000 € von einem der Verdächtigen, einem Drogenhändler, erhalten hatte. Der Fußballer zahlte das Geld anschließend in Raten auf das Konto der Mutter des Verdächtigen zurück.

Laut Anklage handelte es sich dabei um Geldwäsche aus Drogengeschäften. Nainggolan selbst bezeichnete die Tat als einen Freundschaftsdienst. Er habe nach seiner Scheidung dringend Geld benötigt und nach eigenen Angaben nicht gewusst, dass sein Kumpel in kriminelle Machenschaften verwickelt war.

Nainggolan plädiert daher auf Freispruch. Ein Urteil in diesem Fall wird frühestens Ende des Jahres erwartet.

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