Es gibt deutliche Generationsunterschiede im Verständnis von Künstlicher Intelligenz (KI) in Flandern. Dies belegt die Studie „Mediawijzer“ (etwa „Medienweiser“) der Artevelde-Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Gent. Die Wissenschaftler befragten im Auftrag des Landesmedienministeriums über 4.500 Flamen zu ihrer KI-Nutzung.
Große Unterschiede im Verständnis von Künstlicher Intelligenz in Flandern
Erstmals wurde in Flandern eine groß angelegte Studie zur Medienkompetenz über mehrere Generationen hinweg durchgeführt. Die Studie erfolgte im Auftrag der flämischen Medienministerin Cieltje Van Achter (N-VA, fläm. Nationaldemokraten), die die Stärken und Schwächen der Medienkompetenz erfassen lassen wollte.
Junge Menschen verstehen die digitale Welt oft besser als die älteren Generationen. Sie erkennen KI-generierte Bilder schneller, verstehen Algorithmen besser und haben mehr Einblick in den Einfluss sozialer Medien.
Dies zeigt die Studie „Mediawijzer“ der Artevelde-Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Gent zur Medienkompetenz von fast 4.500 Flamen im Alter von 16 bis 98 Jahren.
Frappierende Unterschiede
Die Unterschiede zwischen den Generationen sind teilweise frappierend groß, so Edward De Vooght von der Artevelde-Hochschule, die an dieser Studie mitgearbeitet hat.
„Die jüngste Generation bis 30 Jahre nutzt KI am häufigsten, doch das größte Verständnis für die Funktionsweise dieser Technologie besitzt die nächste Generation, die 30- bis 46-Jährigen. Die Unterschiede sind mitunter frappierend groß“, so De Vooght.
Neue Medien machen Generationsunterschiede sichtbar
Auffällig ist, dass junge Menschen viele neue digitale Phänomene besser erkennen als ältere Generationen. So können beispielsweise 81 % der jungen Menschen ein KI-generiertes Bild korrekt identifizieren, verglichen mit 52 % der flämischen Gesamtbevölkerung.
Darüber hinaus wissen fast zwei Drittel der Generation Z (Geburtsjahrgänge 1997 bis 2012), wie Algorithmen funktionieren und wie sie diese beeinflussen können. Bei den 47- bis 61-Jährigen ist es nur jeder Vierte, bei den 62- bis 80-Jährigen sogar weniger als jeder Fünfte.
„Oft sprechen wir von jungen Menschen, als wären sie die Sorgenkinder der digitalen Gesellschaft, doch unsere Zahlen bestätigen dieses Bild keineswegs,“ so Edward De Vooght abschließend.