Der flämische Tierschutzminister Ben Weyts (N-VA, flämische Nationaldemokraten) fordert die belgische Föderalregierung dazu auf, den Verkauf von Feuerwerk und Knallkörpern an Privatpersonen in ganz Belgien zu verbieten. „Es reicht: Es dürfen keine Menschenleben und Tierleben mehr zerstört werden“, betonte der Minister vor dem flämischen Parlament, wo er auf eine entsprechende Anfrage antwortete.
Flanderns Tierschutzminister Weyts fordert ein landesweites Verkaufsverbot für Feuerwerk an Privatpersonen
Es ist nicht das erste Mal, dass Flanderns Tierschutzminister Weyts ein belgienweites Verkaufsverbot für pyrotechnische Erzeugnisse an Privatpersonen fordert. Bereits 2019, als er ebenfalls für den Tierschutz zuständig war, hatte er ein solches Verbot für Flandern beschlossen. Das Verfassungsgericht hob den Beschluss jedoch auf, da Flandern für diesen Bereich nicht zuständig ist, sondern die föderale Ebene.
Seitdem ermutigt Ben Weyts die flämischen Kommunen, ein solches Verbot auf ihrem jeweiligen Gemeindegebiet einzuführen. Diese Bemühungen sind bisher erfolgreich: Bei den letzten Neujahrsfeiern galt das Verbot in sieben von zehn flämischen Gemeinden. „Es gibt also ein wachsendes Bewusstsein, aber wir sind noch nicht am Ziel“, so der Minister.
Derzeit liegen auf föderaler Ebene mehrere Gesetzesvorschläge vor, die den Verkauf solcher Produkte an Privatpersonen untersagen sollen. Laut Ben Weyts sind jedoch nicht alle Beteiligten „völlig von der Dringlichkeit überzeugt“.
Der Gebrauch von Feuerwerk durch Laien führt jedes Jahr zu Unfällen. Zudem schrecken die lauten Knallgeräusche Tiere auf. Manche ergreifen daraufhin die Flucht, was wiederum zu Unfällen führen kann. „Die Zahl der Opfer ist zu hoch. Dieses flüchtige Vergnügen ist es nicht wert. Menschen und Tiere werden verletzt – mitunter mit tödlichen Folgen“, mahnte Ben Weyts.