Die flämische Regierung hat beschlossen, dem Zoo Antwerpen und dem Tierpark Planckendael doch noch 2 Millionen Euro an Zuschüssen zu gewähren. Die Mittel, die ursprünglich im Mobilitätsbudget vorgesehen waren, werden auf den Haushalt für Tourismus übertragen. Damit wird die zunächst angekündigte Kürzung um 3,4 Millionen Euro teilweise abgefedert.
Zoo Antwerpen und Planckendael erhalten doch 2 Mio. Euro Zuschüsse von Flandern
Vor einigen Wochen sah es noch danach aus, als würden die Zuschüsse aus den Ressorts Umwelt und Tourismus vollständig wegfallen. Ab 2027 hätten der Zoo Antwerpen und Planckendael in Muizen bei Mechelen dadurch jährlich 3,4 Millionen Euro weniger erhalten.
Nun wurden doch noch Finanzmittel für die Königliche Zoologische Gesellschaft Antwerpen (KMDA) gefunden, die beide Tierparks betreibt. Die Nachricht wurde zunächst von der Zeitung Gazet van Antwerpen veröffentlicht und anschließend vom Direktor, Dries Herpoelaert, bestätigt.
Geld aus dem Pendlerfonds
Im Pendelfonds, der in den Zuständigkeitsbereich der flämischen Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) fällt, waren noch 2 Millionen Euro verfügbar. Mit diesem Fonds unterstützt die flämische Regierung Arbeitgeber dabei, nachhaltige Arbeitswege zu fördern und den Individualverkehr mit dem Auto zu reduzieren.
Die Mittel werden nun dem Tourismusbudget zugewiesen. Dadurch erhalten die beiden Tierparks in den Jahren 2027, 2028 und 2029 jeweils 2 Millionen Euro pro Jahr.
Einsparungen bleiben notwendig
Nach Angaben der KMDA sind die Zuschüsse auch wichtig, um beide Tierparks das ganze Jahr über geöffnet zu halten.
„Wir schließen in den Wintermonaten nicht, obwohl wir dann Verluste machen“, erklärt Direktor Herpoelaert. „Wir spielen eine wichtige Rolle im täglichen und gesellschaftlichen Leben vieler Antwerpener. Deshalb bleiben wir auch im Winter geöffnet.“
Trotz der zusätzlichen Unterstützung erhalten die beiden Tierparks weiterhin 1,4 Millionen Euro weniger pro Jahr als bisher.
„Wir müssen nach wie vor erhebliche Einsparungen vornehmen“, sagt Herpoelaert. „Wir werden unsere Personalkosten senken müssen, können dazu im Moment aber noch keine genaueren Angaben machen.“
