Ab dem 25. Oktober sind in Ronse in Ostflandern Kunstwerke z.B. von Ron Wood und Keith Richards von den Rolling Stones bewundern und man kann diese sogar erwerben. Laut den Kuratoren der Ausstellung „Where Art Meets Sound“ werden ihre Werke zum ersten Mal in Belgien gezeigt. Der Erlös kommt der Finanzierung eines Musikfestivals zugute.
Kunst der Rolling Stones und Fleetwood Mac in Ronse: „Das meiste davon steht auch zum Verkauf!“
Die Rolling Stones sind nicht die einzigen Musiker, die in der Ausstellung vertreten sind. Auch Werke von Mick Fleetwood von Fleetwood Mac und Lee Ranaldo von Sonic Youth werden zu sehen sein.
Sonic Youth – ein besonderer Favorit der Kuratorin Hilde Van Canneyt: „Ich habe so oft vor der Bühne dieser Gruppe gestanden, dass es unglaublich ist, jetzt mit Lee Ranaldo zusammenarbeiten zu können. Ich war bei ihm zu Hause, er bei mir, und jetzt darf ich seine Werke hier ausstellen. Jeder Fan kann jetzt hier Werke dieses Künstlers erwerben. Wie oft hat man schon so eine Gelegenheit?“
Neben den großen internationalen Künstlern sind auch visuelle Arbeiten von Musikern aus Belgien zu sehen. Darunter Werke von Bent Van Looy (Das Pop), Mauro Pawlowski (dEUS), Stef Kamil Carlens (Zita Swoon), Sarah Vandeursen (Kenji Minogue) en Mathieu Vandekerckhove (Amenra). Der Co-Kurator der Ausstellung ist Rob Vanoudenhoven. Er stellt auch selbst Werke aus. Er ist Musiker und spielt Bassgitarre in der Band Camping Esmeralda.
Fast alle Werke stehen zum Verkauf. Bis auf das von Keith Richards. „Dazu gibt es eine interessante Geschichte, aber um sie zu hören, müssen Sie nach Ronse kommen“, sagt Rob Vanoudenhoven: „Ich kann jedoch sagen, dass es sich um ein einzigartiges, signiertes und datiertes Werk handelt. Es wurde bisher noch nirgendwo gezeigt und feiert hier seine Premiere für die Öffentlichkeit.“
Telefonbuch
Es sollte niemanden überraschen, dass so viele Musiker malen oder künstlerisch tätig sind, meint Hilde Van Canneyt: „Auftritte und Tourneen bieten viel Inspiration, weshalb viele Musiker auch künstlerisch tätig sind. Schließlich kann man Kunst in Ruhe und Frieden schaffen.“ Laut Rob Vanoudenhoven gibt es noch einen weiteren Grund: „Kunst gibt Musikern mehr kreative Freiheit als ein Lied mit Refrain und Strophe.“
Im vergangenen Jahr gab es bereits eine ähnliche Ausstellung in Ronse, die ausschließlich belgische Künstler präsentierte. Jetzt haben die Kuratoren internationale Namen nach Ronse geholt. Aber wie gelingt das? „Dank unserer Ausstellung im letzten Jahr haben wir das Selbstvertrauen gewonnen, jetzt auch größere Künstler einzuladen. Wie genau wir das machen, ist ein großes Geheimnis“, lacht Van Canneyt. „Sagen wir einfach, wir haben alle ein gut gefülltes Telefonbuch.“
Die Rolling Stones unterstützen das Midsummer Festival
Die Einnahmen von „Where Art meets Sound“ fließen in die Finanzierung des Midsummer Festivals in Ronse. „Die Organisation von Festivals wird immer teurer, deshalb suchen die Veranstalter nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten“, erklärt Vanoudenhoven: „Alle Gewinne kommen der nächsten Festivalausgabe zugute. So unterstützen die Rolling Stones das Festival indirekt, auch wenn sie dort wahrscheinlich nie auftreten werden.“
Laut den Organisatoren ist die Kunst zudem erschwinglich. „Die Werke kosten zwischen 400 und 15.000 €, sagt Pascal Vanovermeiren vom Midsommer Festival: „Letztes Jahr war es mit belgischen Künstlern bereits ein Erfolg. Dieses Jahr hoffen wir auf einen noch besseren Ertrag.“
Die Ausstellung „Where Art Meets Sound“ findet bis zum 22. November in einem Herrenhaus am Grote Markt 33, in 9600 Ronse statt: www.whereartmeetssound.be
