Da das Königliche Meteorologische Institut (KMI) vor Unwettern, genauer vor dem Sturm Austen in den kommenden Tagen warnt, hat das belgische Innenministerium die Notrufnummer 1722 aktiviert. Unter dieser Nummer erreichen Menschen, die bei Sturmschäden oder Überschwemmungen Hilfe benötigen, die Feuerwehr. Die Notrufnummer 112 bleibt für lebensbedrohliche Situationen weiterhin erreichbar.
Sturmtief Austen: Belgien aktiviert die Notrufnummer 1722 für Sturm- oder Hochwassergefahr
Das KMI sagt für diesen Donnerstag (22. Oktober) einen stürmischen Tag mit Starkregen und Wind voraus. Besonders im Nordwesten des Landes kann es zu ergiebigen Niederschlägen und Gewittern kommen. Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 65 km/h sind möglich.
Am Abend wird es vorübergehend trockener, doch in der zweiten Nachthälfte zieht von Westen her erneut ein Regengebiet über das Land. Die Temperaturen liegen zwischen 6 und 10°C.
Am Freitag zieht von der Nordsee her ein Tiefdruckgebiet mit Starkregen und Wind über das Land. Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) warnt vor Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h, insbesondere am Nachmittag und Abend.
Am Samstag wechselt das Wetter zwischen trocken und regnerisch, wobei weiterhin Windböen mit bis zu 70 km/h erwartet werden. Auch am Sonntag bleibt es wechselhaft mit starken Winden.
Das KMI gibt zudem die Wetterwarnstrufe Code Gelb für das Inland und Code Orange für die Küste aus.
Was sollte man bei Sturm tun?
Bei Sturm- und Wasserschäden, die die Hilfe der Feuerwehr erfordern, können Betroffene in Belgien eine Anfrage über das Online-Portal 1722.be stellen oder die 1722 anrufen. Das Innenministerium bittet darum, vorzugsweise das Online-Portal zu nutzen.
Ziel ist, die Notrufzentralen 112 nicht zu überlasten und sicherzustellen, dass Menschen in lebensbedrohlichen Situationen nicht warten müssen.
Vorsorge am Bau
Die Baubranche rüstet sich für den Sturm Austen, der am Freitag durchzieht. Es werden Windböen mit bis zu 100 km/h erwartet, weshalb viele Bauunternehmen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen. Loses Material wird gelagert oder verankert, Gerüste und Kräne werden gesichert und risikoreiche Arbeiten eingestellt.
„Die sichere Vorbereitung einer Baustelle auf Sturmwetter beginnt bereits, bevor der Wind zunimmt. Durch rechtzeitiges Eingreifen minimieren wir das Risiko von Unfällen und Schäden auf der Baustelle und in der Umgebung. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Anwohner hat für uns oberste Priorität“, so Niko Demeester, CEO von belgischen Bauverband Embuild.
