Viele Brüsseler Läden und Warenhäuser in der Innenstadt bereiten sich auf neue gewalttätige Proteste und Plünderungen vor, wie unser Video aus der Einkaufsmeile Nieuwstraat zeigt. In den vergangenen Wochen eskalierten Demonstrationen in Lüttich und Brüssel mit u.a. Brandstiftungen und Vandalismus. Für das kommende Wochenende wurden neue Proteste angekündigt. Innenminister Quintin erklärte zu den Ausschreitungen in Brüssel und Lüttich: „Die Sicherheitsbehörden haben eine Unterwanderung durch die extreme Linke festgestellt.“
Angst vor neuen Krawallen: Schaufenster in Brüssel verbarrikadiert - Wer steckt hinter den Randalierern?
Laut Innenminister Bernard Quintin (MR, frankophone Liberale) wurden die in den vergangenen Wochen in Lüttich und Brüssel eskalierten Demonstrationen von „bekannten Aktivisten der extremen Linken von Code Rot und der Antifa“ unterwandert, die junge Menschen zur Gewalt anstiften.
„Die Aktivisten geben den jungen Leuten Ratschläge, wie sie sich gegenüber der Polizei verhalten und welche Alibis sie benutzen sollen“, erklärte er in der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament. Um die Täter effektiv zu verfolgen, will der Minister die Bilder maskierter, bisher nicht identifizierter Randalierer veröffentlichen. So könnten die Bürger bei der Suche nach ihnen helfen, sagte Quintin.
Verantwortung von TikTok und den Eltern…
Darüber hinaus ist Quintin besorgt über die seiner Meinung nach zunehmende Verbreitung von Bildern der Gewalt in diesem Kontext von TikTok. Bilder der Ausschreitungen werden massenhaft in den sozialen Medien geteilt und erreichen so ein großes Publikum leicht beeinflussbarer junger Menschen. Er wird sich in Kürze mit den Verantwortlichen der chinesischen Plattform beraten, um diese zur Rechenschaft zu ziehen bzw. an ihre Verantwortung zu erinnern.
Laut dem frankophonen Liberalen tragen aber auch die Eltern minderjähriger Randalierer Verantwortung: „Wo sind sie, wenn ihre Kinder im besten Fall Pflastersteine und im schlimmsten Fall Molotowcocktails auf die Polizei werfen? Wenn Strafen verhängt werden, müssen sie als ‚solidarisch‘ mit ihren Kindern angesehen werden.“
