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Inland
Justiz

Prozess um den Tod des Kleinkindes Dean – Täter zu 30 Jahren Haft und 15 Jahren Bewährung verurteilt

Im Fall des Todes des vierjährigen Dean im Jahr 2022 wurde der geständige Täter Dave De Kock (39) zu 30 Jahren Haft verurteilt, davon 25 Jahre ohne Möglichkeit der bedingten Entlassung und 15 Jahre zur Bewährung. Dies entschied das Schwurgericht Gent und verhängte damit die Höchststrafe in einem solchen Fall. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Niederländerin Romy W. (29) ist vom Vorwurf der Entführung mit Todesfolge freigesprochen worden, bekam aber wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials eine Bewährungsstrafe. Das bedeutet, dass sie nicht verurteilt wird, wenn sie innerhalb von fünf Jahren keine neuen Straftaten begeht und die Auflagen einhält.

Dean Verberckmoes wurde am 17. Januar 2022 in Zeeland, Niederlande, tot aufgefunden. Er war damals 4 Jahre alt. Der kleine Junge wohnte zu diesem Zeitpunkt bei Freunden seiner Mutter, bei dem jetzt verurteilten Dave De Kock und dessen damalige Freundin, Romy W.

Dave De Kock ist des Totschlags und der Entführung mit Todesfolge schuldig

Der vorsitzende Richter des Schwurgerichts begründete am Montagnachmittag das Urteil: „Dave De Kock hat unermessliches menschliches Leid verursacht. Es ist eine Tragödie, dass seine Mutter und seine Angehörigen Dean nie zu einem erwachsenen Mann heranwachsen sehen werden.“ Dave De Kock sei unberechenbar, unzuverlässig und gefährlich, fügt er hinzu. Es gebe keine mildernden Umstände.

Der Jurist sprach über die Fakten und Dave De Kocks Verhalten: „Deans Tod war grausam“, sagt er. Dann schildert er den Hergang der tödlichen Ereignisse noch einmal: „Ich werde den Eindruck nicht los, dass er (Dave De Kock, Red.) in diesem Moment einem weinenden vierjährigen Kind gegenüberstand. Warum weint ein Kind in so einem Moment? Weil es seine Mutter vermisst. Das Kind wurde von ihm zum Schweigen gebracht, im wahrsten Sinne des Wortes.“

Er wusste, dass er im Kontrollverlust zu solchen Taten fähig war: „Nach dem Vorfall verweigerte er seinem Opfer jegliche medizinische Hilfe. Nur eine Person zählte für ihn: Dave De Kock. Die Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse zieht sich wie ein roter Faden durch De Kocks Leben.“

Die Vorgeschichte

Der 4 Jahre alte Dean Verberckmoes und Dave De Kock waren zum letzten Mal am 12. Januar 2022 in Sint-Niklaas in Ostflandern gemeinsam gesehen worden. De Kock und dessen damaliger Freundin Romy W. sollten auf den Kleinen in ihrer gemeinsamen Wohnung in Sint-Gillies-Waas, ebenfalls in Ostflandern, aufpassen. De Kock ist ein Bekannter der Mutter des Kindes.

Was danach passierte, ist unklar. Die Leiche des Kindes wurde am 17. Januar 2022 in den Niederlanden, genauer in Neeltje Jans in Zeeland entdeckt und De Kock wurde ebenfalls in den Niederlanden festgenommen. De Kock behauptete lange, dass er das Kind nicht entführt und umgebracht habe. Ihm sei lediglich unterlassene Hilfeleistung bei einer Person in Not vorzuwerfen.

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