Noch bis Ende Januar 2017 zeigt das Snijders & Rockox-Haus in Antwerpen eine intime Ausstellung mit 33 Werken von Catharina Van Hemessen, ihrem Vater Jan Van Hemessen und dessen Werkstatt. Bei den Exponaten handelt es sich um teilweise sehr fragile Holztafeln aus dem 16. Jahrhundert, die aus mehreren europäischen Museen nach Antwerpen gebracht wurden.
Selten zu sehende Bilder: „Van Hemessen & Vater“-Ausstellung im Snijders & Rockox-Haus in Antwerpen
33 Gemälde mögen auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Es handelt sich hierbei um fragile Holztafeln aus dem 16. Jahrhundert. Man transportiert keine 500 Jahre alten Kunstwerke einfach so. Das Ausstellungsteam hat rund zwei Jahre damit verbracht, all diese Gemälde ins Museum nach Antwerpen zu bringen.
Spannende Momente
In der vergangenen Woche konnte sich VRT NWS ein Bild davon machen, wie viel Arbeit hinter den Kulissen steckt. Als das Herzstück der Ausstellung, das Selbstporträt von Catharina Van Hemessen aus dem Jahr 1548, ausgepackt und aufgehängt wurde, schaute unsere Kulturredaktion genau hin.
Das Kunstwerk selbst kam in einer doppelten Kiste aus der Schweiz an, mit zusätzlichem Schutz gegen Stöße. Vor Ort untersuchten zwei Restauratoren das gesamte Gemälde auf eventuelle Schäden. Ein aufregender Moment für Chefkurator Maarten Bassens. Das Selbstporträt von Catharina Van Hemessen hängt aber jetzt sicher an der Wand, neben einem Porträt ihrer Schwester Christina.
Diese Gemälde werden hier nur für ein paar Monate ausgestellt. Kunstinteressierte sollten sich die Gelegenheit, diese Ausstellung zu besuchen, nicht entgehen lassen, denn danach wird es wohl wieder viele Jahre dauern, bis die Van Hemessens wieder zusammen hängen.
“Van Hemessen & Vater”, noch bis zum 31. Januar 2027 im Snijders & Rockox-Haus, Keizerstraat 10, 2000 Antwerpen. Info: www.snijdersrockoxhuis.be

