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Gesundheit

Zwei Menschen in Flandern nach Infektion mit dem West-Nil-Virus gestorben

Zwei Menschen in Flandern sind nach einer Infektion mit dem West-Nil-Virus gestorben. Dies teilte das flämische Gesundheitsministerium mit. Die Verstorbenen gehörten einer Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf an. Insgesamt wurden in Flandern bisher 14 Infektionen offiziell bestätigt.

Andreas Kockartz
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„Leider sind zwei Menschen nach einer Infektion mit dem West-Nil-Virus gestorben“, berichtet Anneleen De Sadeleer vom flämischen Gesundheitsamt: „Unser tiefstes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen. Die Verstorbenen gehörten zu einer Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf.“ Aus Datenschutzgründen werden keine weiteren Details bekannt gegeben.

Im vergangenen Monat wurde bekannt gegeben, dass insgesamt zehn Infektionen in Flandern und Brüssel bestätigt worden waren. Diese Zahl ist inzwischen gestiegen, so De Sadeleer: „Es gibt 14 bestätigte Infektionen in Flandern, zwei davon mit tödlichem Ausgang.“

Die flämische Sozial- und Gesundheitsministerin Caroline Gennez (Vooruit, fläm. Sozialisten) reagierte ebenfalls auf die „besonders traurige Nachricht“ und sprach den Familien und Angehörigen der beiden Verstorbenen ihr Beileid aus: „Gemeinsam mit dem Ministerium beobachten wir die Ausbreitung des West-Nil-Virus genau. Wir informieren Gesundheitsdienstleister und Pflegeeinrichtungen weiterhin gezielt darüber, wie Mückenstiche bestmöglich vermieden werden können.“

Was ist das West-Nil-Virus?

Das West-Nil-Virus wird ausschließlich durch den Stich einer infizierten Mücke auf den Menschen übertragen. 80 % der Infizierten entwickeln keine Symptome. Bei den übrigen 20 %, die klinische Symptome zeigen, handelt es sich typischerweise um eine leichte, grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Weniger als 1 % der Fälle verlaufen schwer mit neurologischen Komplikationen. Ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Laut dem Gesundheitsministerium kam diese Nachricht nicht völlig unerwartet: „Wir wussten, dass das Virus in den letzten Monaten in Flandern lokal zirkuliert hatte und dass 1 % der Infizierten schwer erkranken könnten.“

Das Risiko einer schweren Erkrankung bleibt jedoch in den meisten Fällen gering, betont De Sadeleer: „Die überwiegende Mehrheit der Infektionen verläuft mild oder sogar symptomlos, sodass sie nicht gemeldet oder bestätigt werden. Ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem bleiben aber besonders gefährdet. Daher ist es ratsam, sich weiterhin gut vor Mückenstichen zu schützen. Glücklicherweise neigt sich die Mückensaison Ende Oktober dem Ende zu.“

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