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Spur der Verwüstung nach den Krawallen in Brüssel

Aktionstag gegen die Regierungspolitik: Krawallmacher mischten sich unter die friedlichen Demonstranten und zogen eine Spur der Verwüstung durch Brüssel

Die sozialistische Gewerkschaft ABVV und die christliche Gewerkschaft ACV protestieren an diesem Freitag gegen die Sparpolitik der belgischen Bundesregierung. Unter die Demonstranten mischten sich Randalierer, zumeist junge Leute aus der linksextremen Szene, die nichts mit der Gewerkschaftsdemo zu tun haben. Die Polizei musste mehrere Einsätze am Brüsseler Zentralbahnhof, am Kunstberg und zuletzt am Bahnhof Süd/Midi durchführen. Auch dort kam es zu Randale und Zerstörungen. Insgesamt wurden etwa 110 Randalierer festgenommen.

Andreas Kockartz
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Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich rund 30.000 Personen an der Demo der sozialistischen Gewerkschaft. Die ABVV/ACOD sprach hingegen von rund 50.000 Demonstranten.

Getrübt wurde dieser Erfolg von der Tatsache, dass diese Gewerkschaftsaktion von Krawallmachern gekapert wurde. Die ABVV sagte dazu, dass die Randalierer nichts mit ihrer Veranstaltung zu tun hätten. Auch bei der ACV und bei den Schülerverbänden distanzierte man sich von diesen Leuten. Letztendlich bestätigte auch die Brüsseler Polizei, dass „die, die für Krawall sorgen, nicht mit der nationalen Demonstration zu tun haben.“ 

Laut der Nachrichtenagentur Belga hatten sich schon am Morgen Hunderte junger, schwarz gekleideter Menschen am Brüsseler Zentralbahnhof versammelt und zünden Feuerwerkskörper. Einige tragen Helme auf ihren Rucksäcken. Einige der schwarz gekleideten Jugendlichen mischen sich unter die Gewerkschaftsdemonstranten. Die Polizei musste mehrmals eingreifen und setzte dabei auch ihre Wasserwerfer ein.

„Hunderte junger Leute in schwarzer Kleidung versammeln sich an der Putterij“, berichtete VRT-NWS-Journalist Stijn Defoirdt am Vormittag: „Sie provozieren die Polizei mit Feuerwerkskörpern. Sie bewerfen die Polizisten mit Steinen, Brettern und brennbaren Gegenständen. Die Polizei geht mit Tränengas in die Offensive. Es herrscht eine sehr angespannte und bedrohliche Atmosphäre.“

Die Randalierer zogen quasi mit den gewerkschaftlich organisierten Demonstranten in Richtung Bahnhof Brüssel Süd/Midi und richteten überall Schäden an oder steckten Gegenstände in Brand.     

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Rund um den Brüsseler Bahnhof Süd/Midi kam es am Freitagnachmittag zu schweren Zerstörungen und zu gewalttätigen Zwischenfällen zwischen der Polizei und jugendlichen Krawallmachern. Zu dieser Zeit war die Gewerkschaftsdemo längst zu Ende.

Dabei wurde auch ein Bus der regionalen Brüsseler ÖPNV-Gesellschaft zerstört.

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