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Inland
Wirtschaft

Erstmals seit zehn Jahren über 100.000 Arbeitslose in der Brüsseler Region

Ende September zählte die Region Brüssel-Hauptstadt 100.198 registrierte Arbeitssuchende. Seit Januar 2016 liegt die Zahl der Arbeitslosen in der Hauptstadt damit zum ersten Mal wieder über 100.000 Betroffene. Dies geht aus Zahlen der regionalen Brüsseler Arbeitsagentur Actiris hervor.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ursache der hohen Arbeitslosigkeit in der belgischen Hauptstadt-Region sind die schwache Konjunktur, das geringe Angebot an offenen Stellen, die steigende Zahl von Insolvenzen und der Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst in Brüssel.

Aufgrund der Reform des Arbeitslosigkeitsbereichs in Belgien werden zudem mehr Menschen automatisch und für längere Zeiträume registriert, um sie besser begleiten zu können. Auch Arbeitssuchende zwischen 65 und 70 Jahren sind aufgrund der Anhebung des Renteneintrittsalters in den Zahlen enthalten.

Von den 100.000 Arbeitssuchenden haben 28 % Leistungen beantragt und 8 % sind junge Menschen in einer begleitenden Phase des Eintritts ins Berufsleben.

Die übrigen Arbeitslosen fallen unter die Kategorie „Sonstige nicht erwerbstätige Arbeitssuchende“. Darunter sind auch solche, deren Anspruch auf Sozialleistungen bzw. Arbeitslosengeld ausgelaufen ist. Von den über 100.000 Arbeitslosen sind 35 % beim Öffentlichen Sozialhilfezentrum registriert.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen in Brüssel um mehr als 5 % gestiegen. Die Arbeitslosenquote in Brüssel erreichte im September 16,1 %. Dies ist der höchste Wert seit September 2020. Die Arbeitslosenquote gibt den Anteil der Erwerbsbevölkerung unter 65 Jahren an, der aktiv nach einer Arbeitsstelle sucht.

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