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Europäische Behörden ermitteln gegen Ex-Premier Guy Verhofstadt

Die belgische Polizei ermittelt zurzeit im Auftrag der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) gegen den ehemaligen belgischen Premierminister und früheren Europaabgeordneten Guy Verhofstadt durch. Darüber berichtete zunächst das Nachrichtenmagazin Knack; die Information wurde von VRT NWS bestätigt. Auch das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) ist in die Ermittlungen eingebunden.

Martina Luxen
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Im Mittelpunkt der Untersuchung steht unter anderem die Art und Weise, wie Praktikanten im Europäischen Parlament betreut wurden. Die Ermittler betrachten dabei den Zeitraum, in dem Guy Verhofstadt Vorsitzender der liberalen Fraktion ALDE im Europäischen Parlament war. Dieses Amt hatte er von 2009 bis 2019 inne. Sein Mandat als Europaabgeordneter endete im Jahr 2024.

Die Anwälte von Guy Verhofstadt betonen in einer schriftlichen Stellungnahme, dass OLAF bislang lediglich Informationen zur Betreuung mehrerer Praktikanten angefordert habe.

„OLAF hat unseren Mandanten lediglich um Informationen zur Betreuung einer Reihe von Praktikanten im Europäischen Parlament gebeten, an der er persönlich in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender nicht beteiligt war.“

Die Anwälte fügen hinzu: „Herr Verhofstadt wurde bislang nicht befragt, und derzeit liegen keine konkreten Vorwürfe gegen ihn vor. Er kooperiert uneingeschränkt mit den Behörden.“

Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) wollte sich zu dem Verfahren nicht äußern.

Der aktuelle Stand der Ermittlungen lässt somit offen, ob es zu weiteren Verfahrensschritten kommen wird. Nach den bislang bekannten Informationen handelt es sich um eine laufende Untersuchung, bei der keine formellen Beschuldigungen gegen Guy Verhofstadt bekanntgegeben wurden.

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