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Daten von 700.000 Personen nach Cyberangriff auf IFAPME im Darknet

Die persönlichen Daten von rund 700.000 Menschen aus einer Datenbank des wallonischen Ausbildungsnetzwerks IFAPME sind kostenlos in einem Forum im Darknet veröffentlicht worden. Darüber berichtet die auf Datenlecks spezialisierte Plattform FrenchBreaches.

Belga Martina Luxen
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IFAPME, das Wallonische Institut für duale Ausbildung sowie für Selbstständige und KMU, vergleichbar mit SYNTRA in Flandern, war bereits im Februar Opfer eines Cyberangriffs geworden. Dabei erbeuteten Hacker Daten von mehr als 700.000 Personen, darunter rund 85.000 Bankkontonummern.

Nach Angaben von FrenchBreaches handelt es sich um ein besonders schwerwiegendes Datenleck, da zahlreiche sensible Informationen öffentlich zugänglich gemacht wurden.

Zu den veröffentlichten Daten gehören unter anderem Name und Identität, Postanschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Nationalregisternummer sowie Bankdaten (für einen Teil der Betroffenen)

Dadurch könnten verschiedene persönliche Informationen eindeutig einer einzelnen Person zugeordnet werden.

Sorge wegen Nationalregisternummern

Besonders problematisch ist laut Experten die Veröffentlichung belgischer Nationalregisternummern.

Diese persönliche Identifikationsnummer begleitet eine Person in Belgien dauerhaft und kann nicht einfach geändert werden.

FrenchBreaches warnt daher: „Die Veröffentlichung belgischer Nationalregisternummern ist besonders besorgniserregend, weil diese Kennnummer dauerhaft mit einer Person verbunden bleibt.“

Risiko von Betrugsversuchen steigt

Die Experten weisen darauf hin, dass eine IBAN allein normalerweise nicht ausreicht, um Geld von einem Konto abzubuchen.

In Kombination mit weiteren persönlichen Informationen könnten die Daten jedoch für verschiedene Betrugsformen genutzt werden.

Besonders wahrscheinlich sind Phishing-E-Mails, betrügerische SMS-Nachrichten und Telefonanrufe owie Identitätsmissbrauch.

Solche Versuche wirken oft glaubwürdiger, wenn Kriminelle bereits echte persönliche Daten ihrer Opfer kennen.

Personen, die bei IFAPME registriert waren oder dort eine Ausbildung absolviert haben, sollten vorsorglich:

  • ungewöhnliche E-Mails, SMS oder Anrufe besonders kritisch prüfen,

  • keine persönlichen Daten oder Zugangscodes weitergeben,

  • ihre Bankkonten regelmäßig kontrollieren, 

  • verdächtige Aktivitäten sofort ihrer Bank meldenu

  • nd bei Bedarf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Online-Konten aktivieren.

Durch die erneute Veröffentlichung der Daten im Darknet hat sich die potenzielle Reichweite des Vorfalls deutlich vergrößert. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass die Gefahr von gezielten Betrugsversuchen gegen die betroffenen Personen dadurch weiter steigt.

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