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Umwelt & Klima
Energie

Belgiens Gasreserven liegen bei rund 62 % des möglichen Bestandes

In den letzten Wochen und Monaten vor dem Winter stellen sich einige EU-Mitgliedsstaaten die Frage, wie es um die Gasreserven bestellt ist. In Deutschland wurde das staatliche Unternehmen SEFE damit beauftragt, die Gasreserven durch Ankäufe zu erhöhen. Problematisch erweist sich dabei die Blockade der Straße von Hormus im Rahmen des Nahost-Konflikts. In der EU liegt der Gasreserven-Durchschnitt bei etwa 70 %. In Belgien beläuft sich der Stand auf etwa 62 %.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der belgische Gasvorrat im Untergrundspeicher Loenhout in der Provinz Antwerpen zwischen dem dortigen Hafen und der niederländischen Grenze war Ende September 2026 zu 61,8 % gefüllt, was 4,7 TWh (Terrawatt) entspricht. Damit liegt der hiesige Vorrat leicht unter dem europäischen Durchschnitt, der bei 71,3 % steht.

Der Speicher in Loenhout deckt nur einen geringen Teil des hiesigen Jahresverbrauchs. Belgien ist stark auf Direktimporte aus Norwegen, Großbritannien über das LNG-Terminal im Hafen von Zeebrügge angewiesen. Das Bundeswirtschaftsministerium überwacht die Versorgungslage genau, bezeichnet die Situation aber als derzeit unter Kontrolle.

Unterschiedliche Reserven in der EU

Der durchschnittliche Reservestand bei Erd- bzw. Flüssiggas liegt in der Europäischen Union bei 70 % des möglichen Bestandes. Doch diese Reserven zeigen sich in den verschiedenen Mitgliedsländern unterschiedlich. In Frankreich sind 81 % der Reserven gefüllt, in Deutschland hingegen nur 58 %, wobei unser Nachbarland die größten Gasspeicher in Europa aufweist, aber auch der größte Gasverbraucher ist.

Durch den Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran erweist sich die Straße von Hormus als Achillesferse für die Lieferung von Gas nach Europa. Die EU muss also Alternativen für Gaslieferungen finden, was nicht zuletzt auch für höhere Preise an den internationalen Märkten führt.  

Das Gasterminal im Hafen von Zeebrügge

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