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Eines der von Alphonse Balat entworfenen Gewächshäuser in Meise

„Paradise Lost?“ - Eine Ausstellung zum Architekten Alphone Balat im Pflanzengarten in Meise

Alphonse Balat (1818-1895) war nicht nur irgendein Architekt. Er war der Lehrer von Victor Horta, dem berühmten Architekten des Art-Nouveau Stils. Balat entwarf auch die Königlichen Gewächshäuser in Laken. Das Balat-Gewächshaus diente ihm als Fingerübung. Das Gewächshaus von Balat erkennt man übrigens im Logo des botanischen Gartens. Es steht im Cronquist-Garten in Meise und ist eines der ältesten Gewächshäuser des Landes und ist aus Glas und Stahl gebaut. Mit „Paradise Lost?“ befasst sich der Pflanzengarten mit der Geschichte von Alphonse Balat.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das sogenannte Balat-Gewächshaus wurde 1854 von Alphonse Balat, dem Hofarchitekten von König Leopold II. entworfen. Ursprünglich befand es sich im Leopoldpark in Brüssel und beherbergte die Riesenwasserlilien. Danach zog es zunächst in den Botanischen Garten im Brüsseler Nordviertel und später hierher nach Meise.

„Paradise Lost?“ entführt die Besucher ins 19. Jahrhundert, eine Zeit bahnbrechender Entdeckungen, exotischer Pflanzen und visionärer Architektur. Damals formten Glas und Eisen gemeinsam eine neue Welt, und hier in Meise einen modernen Garten Eden. Die Ausstellung würdigt Alphonse Balat, den Meister der Glas- und Eisenkunst und Inspirationsquelle für Victor Horta. Seine Gewächshäuser und Pavillons waren und sind bis heute Meisterwerke ästhetischer und technischer Ingenieurskunst. Das Balat-Gewächshaus („Kroonserre“) im Botanischen Garten Meise war sein erstes großes Werk, gefolgt von Ikonen wie den Königlichen Gewächshäusern von Laeken.

Beeindruckende Baukunst

Im Zentrum der Ausstellung steht eine aktuelle Frage: Haben wir unsere Verbindung zur Natur verloren oder entdecken wir sie in unserer heutigen Art zu bauen, zu leben und zu wohnen wieder? Über einen Zeitraum von 200 Jahren - fast so lange wie Belgien existiert - zeigt die Ausstellung Balats Einfluss auf die Architektur und unser Naturverständnis.

Warum sollte man diese Ausstellung besuchen? Die Antworten geben die Organisatoren vom Pflanzengarten in Meise selbst:

 • Historische Ikonen: Die ersten Meisterwerke des Architekten Alphonse Balat im Herzen des Botanischen Gartens von Meise.

• Einzigartiges Archivmaterial: Die chronologisch aufgebaute Ausstellung präsentiert digitalisierte Architekturpläne aus dem Königlichen Archiv und seltene Stücke aus internationalen Archiven. Der Gewächshausbau in Europa und Belgien bildet den roten Faden, mit den Königlichen Gewächshäusern von Laken als Höhepunkt.

• Künstlerischer Dialog: Dieser Abschnitt präsentiert eine künstlerische Begegnung zwischen François Schuiten, Hans Soenen und Piet Bekaert. Ihre Werke stehen in Verbindung mit Balats Erbe, das sie jeweils aus ihrer eigenen künstlerischen Perspektive interpretieren.

Prächtige Balat-"Serre" in Meise
Der Pflanzengarten in Meise weist beeindruckende Eisen- und Glasbaukunst auf

Einige dieser beeindruckenden Meisterwerke wurden noch nie öffentlich gezeigt und sind die absoluten Höhepunkte der Balat-Ausstellung. Darüber hinaus ermöglicht Ihnen eine übersichtliche Zeitleiste, die faszinierende Geschichte dieses historischen Gewächshauses auf einen Blick zu erfassen.

“Paradise Lost? Alphonse Balat – The King’s Architect” ist noch bis zum 25. Oktober 2026 zu sehen und ein Besuch ist im Ticket für den Besuch im Pflanzengarten von Meise einbegriffen.

Pflanzengarten Meise, Nieuwelaan 38, 1860 Meise in Flämisch-Brabant im Norden von Brüssel. Info: www.plantentuinmeise.be/de

"Der Architekt Alphonse Balat", Henri Leys (1815-1869)

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