Die sozialistische Gewerkschaft ABVV und die christliche Gewerkschaft ACV haben für den öffentlichen Dienst in der Brüsseler Region Streikankündigungen eingereicht. Damit drohen ab dem 1. Oktober in diesem Bereich Proteste, Streiks und Arbeitsniederlegungen.
In der Brüsseler Hauptstadt-Region drohen Streiks im öffentlichen Dienst
Die beiden Gewerkschaften wollen damit vor allem gegen die Personalpolitik der neuen Mehrheit in der Brüsseler Hauptstadt-Region protestieren. Kritisiert wird hier u.a. der Anwerbestopp für das laufende Jahr 2026 und von der Regionalregierung geplante Stellenkürzungen.
Auf Basis von Äußerungen von Brüssels Regionalminister für den öffentlichen Dienst, Dirk De Smedt (Anders, niederländischsprachige Liberale), gehen die Gewerkschaften von einem Stellenabbau von einem Äquivalent von rund 1.800 Ganztagsstellen bis 2029 aus.
Die Gewerkschaften werfen der neuen Regionalregierung aber auch ihre Ausgabenpolitik vor. Während freie Stellen nach natürlichen Abgängen nicht mehr besetzt würden, würden weiter Mittel für externe Berater und für neue Leitungspositionen eingesetzt.
Was die ABVV und die ACV konkret planen, ist noch nicht bekannt. Dies wollen die beiden Gewerkschaften erst später bekanntgeben.
