Die Stadt Brügge geht weiter gegen illegale Ferienwohnungen oder andere nicht gemeldete Übernachtungsangebote vor. Im vergangenen Jahr wurden bei Kontrollen über 200 solcher nicht registrierten Wohnungen entdeckt und dieses Jahr wurden bisher 60 weitere gefunden. Die lokalen Beamten suchen selbst nach solchen Ferienwohnungen, z.B. online.
Brügge macht weiter Jagd auf illegale Ferienwohnungen und Unterkünfte
Immer mehr Einwohner der westflämischen Stadt stören sich an dadurch entstehende ungewöhnliche Aktivitäten und an damit zusammenhängendem Lärm. Nicht zuletzt fehlen solche Objekte auch auf dem Wohnungs- und Mietmarkt.
Kontrolleure und Mitarbeiter des kommunalen Bauamtes von Brügge suchen aktiv nach solchen illegalen Ferienwohnungen und Gästezimmern - online aber auch offline. Brügges zuständiger Bauschöffe Mathjis Goderis (Vooruit, flämische Sozialisten) sagtge dazu, dass sich immer häufiger Einwohner der Stadt, zumeist Nachbarn solcher Objekte, bei der Stadt melden: „Das sind oft Bewohner von Appartementgebäuden, die feststellen, dass ein Flat an Touristen vermietet wird.“
Viele der überführten Vermieter melden nach einer Kontrolle ihre Ferienwohnungen dann doch an, nach dem sie von der Stadt ein Mahnschreiben empfangen haben, doch es liegen auch Dossiers vor, bei denen die Behörden Anzeige erstatten mit allen juristischen Folgen davon, so Goderis: „Solche Verfahren kosten die Stadt natürlich viel Geld und Arbeitsstunden.“ Diese werden allerdings bei den Betroffenen wieder eingetrieben.
Brügge will den Kampf gegen illegale Ferienwohnungen und Fremdenzimmer auch in den kommenden Jahren weiterführen. Bauschöffe Goderis verweist dabei nicht zuletzt auf die Wichtigkeit der historischen Innenstadt von Brügge als Wohnort: „Wir wollen, dass unsere historische Innenstadt eine lebendige Stadt bleibt, in der die Brügger noch einen Platz finden, an dem sie wohnen können.“
