Die Inflation ist im September deutlich gestiegen und lag bei 4,69 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mai 2023, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des belgischen Statistikamts Statbel hervorgeht. Vor allem die gestiegenen Kraftstoff- und Strompreise treiben die Inflation nach oben.
Inflation steigt auf knapp 5 Prozent – höchster Stand seit Mai 2023
Die Inflation gibt an, wie stark die Preise für Konsumgüter innerhalb eines Jahres gestiegen sind. Im August hatte sie noch knapp unter 4 Prozent gelegen (3,97 Prozent), im September liegt sie nun deutlich darüber. Der Unterschied zwischen den beiden Monaten ist vor allem auf höhere Preise für Kraftstoffe, Erdgas und Strom zurückzuführen.
Die Kerninflation, bei der die volatileren Energie- und Lebensmittelpreise nicht berücksichtigt werden, lag im September bei 3 Prozent. Damit blieb sie auf dem Niveau des Vormonats (2,99 Prozent).
Im Vergleich zum September vergangenen Jahres wurden externe Speichermedien wie Festplatten und USB-Sticks mehr als doppelt so teuer (+53 Prozent). Auch für Diesel (+44,1 Prozent), Erdgas (+34,9 Prozent), Benzin (+29,4 Prozent) und Pauschalreisen (+22,8 Prozent) zahlen die Verbraucher nun deutlich mehr als im September vergangenen Jahres.
Günstiger wurden dagegen frische Beeren (-11,2 Prozent), Powerbanks (-9,5 Prozent), pflanzliche Milch (-7,6 Prozent) sowie Video- und Audiogeräte wie Fernseher und Kopfhörer (-7,5 Prozent).
Die September-Inflation entspricht den Erwartungen des Planbüros. Dieses geht davon aus, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter anzieht und auf über 5 Prozent steigt.
