In Iddegem bei Denderleeuw in der Provinz Ostflandernn sind am Sonntagabend die Leichen einer 51-jährigen Frau und ihrer 20-jährigen Tochter entdeckt worden. Der 17-jährige Sohn der Familie wurde unter Mordverdacht festgenommen und die Staatsanwaltschaft hat Mordermittlungen eingeleitet. Der Anwalt des jungen Mannes bezeichnet den Fall als „äußerst bizarr“.
Mordermittlungen: 17-Jähriger nach dem Tod seiner Mutter (51) und seiner Schwester (20) in Denderleeuw festgenommen
Am Sonntagabend gegen 23 Uhr fand die Polizei die Leichen der beiden Frauen in derfen Wohnung in Iddergem bei Denderleeuw. Es handelt sich um eine 51-jährige Mutter und ihre 20-jährige Tochter. Rettungskräfte waren vor Ort, doch alle Hilfe kam zu spät. Der 17-jährige Sohn der Familie wurde festgenommen. Nach Informationen, die VRT NWS zugetragen wurden, tötete der Jugendliche seine Schwester und seine Mutter mit einer Axt. Über sein Motiv ist noch nichts bekannt. Der mutmaßliche Täter meldete sich danach selbst bei der Polizei. Vorher soll er noch mit Freunden im Kino gewesen sein.
Der Untersuchungsrichter, ein Gerichtsmediziner und die Spurensicherung analysierten den Tatort in der Nacht zum Montag. Die Staatsanwaltschaft leitete Mordermittlungen ein. Der 17-Jährige wird dem Jugendrichter vorgeführt. Da es sich um Straftaten handelt, an denen ein Minderjähriger beteiligt ist, hält sich die Staatsanwaltschaft mit weiteren Informationen und Kommentaren zurück.
Erfahrener Anwalt
Der junge Mann wurde bereits vernommen. Jeroen D'hondt, der Anwalt, der den 17-Jährigen vertritt, sagte gegenüber VRT NWS, die Vernehmung sei „ruhig“ verlaufen. „Er hat die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet“, so der Jurist: „Er hat ein mögliches Motiv angedeutet, aber angesichts der Umstände kann ich dazu keine weiteren Angaben machen.“ Der Junge wird voraussichtlich in eine Jugendstrafanstalt eingewiesen.
Der Anwalt verfügt über jahrelange Erfahrung in Strafsachen auch in Zusammenhang mit dem Jugendstrafrecht. Dennoch sei dies für ihn „ein sehr ungewöhnlicher Fall“, räumt er ein: „Normalerweise liegt etwas ganz Konkretes vor: Z.B. Drogen oder extreme häusliche Gewalt, die zuvor stattgefunden hat.“ Insofern ist äußerst bizarr“, sagt D’hondt und weist auf das Fehlen von Hinweisen in diesem Zusammenhang hin. Der 17-Jährige ist der Justis bisher nicht bekannt, hatte keine Probleme in der Schule und auch die Scheidung seiner Eltern soll sich nicht negativ auf ihn ausgewirkt haben, wie VRT NWS erfahren konnte.
