Zahlen aus dem Bundesjustizministerium belegen, dass die Gewalt gegen queere Menschen und gegen die LGBTQ+-Gemeinschaft in Belgien deutlich zugenommen hat. Fast die Hälfte der Angriffe werden dabei von minderjährigen Jugendlichen verübt.
Ein nicht unerheblicher Teil der Gewalt gegen die Queer-Gemeinschaft in Belgien geht von Minderjährigen aus
Rund 600 Angriffe auf queere Menschen wurden im vergangenen Jahr registriert. Das entspricht einem Anstieg um etwa ein Drittel der 2024 gemeldeten Fälle. Zudem war letztes Jahr in etwa jeden zweitem Fall ein Minderjähriger der Täter. 2024 wurden in diesem Zusammenhang ein Drittel weniger jugendliche Straftäter registriert, so die Statistik des Justizministeriums in Brüssel.
Die meisten Angriffe auf Personen aus der LGBTQ+-Gemeinschaft werden in Belgiens Großstädten gemeldet und zwar hauptsächlich in der Hauptstadt Brüssel (107 gemeldete Fälle), in Antwerpen (78) und in Gent (49).
Über die Gründe dieses doch deutlichen Anstiegs dieser Zahlen kann nur spekuliert werden. Vielleicht, so Fachleute, liegt dies auch an der zunehmenden Polarisierung unserer Gesellschaft über die sozialen Medien. Besonders bei jungen Leuten macht sich die Spaltung der Gesellschaft und die zunehmende Gewaltbereitschaft auf diesem Wege breit – letztendlich auch im Hinblick auf die queeren Menschen in Belgen.
