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Inland
Justiz

Haus in Roeselare 15 Mal beschossen: „Keine Hinweise auf Drogenbezug“

Die Staatsanwaltschaft der Provinz Westflandern hat Ermittlungen zu einem Schusswaffenvorfall in Roeselare aufgenommen. Am Mittwochabend schoss ein Unbekannter auf ein Haus in der Mandellaan. Der Täter feuerte etwa 15 Schüsse von der Straße aus ab. Es gab keine Verletzten.

Andreas Kockartz
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Der Vorfall ereignete sich gegen 20:45 Uhr in der Mandellaan, in der Nähe des städtischen Sportstadions in Roeselare. Die Polizei markierte etwa 15 Einschusslöcher und Hülsen, was darauf hindeutet, dass etwa 15 Schüsse von der Straße aus abgegeben wurden. Zum Zeitpunkt der Schüsse befand sich niemand im Haus.

Der Täter war bei Eintreffen der Polizei nicht mehr anzutreffen. Es gab keine Verletzten, jedoch erhebliche Schäden an der Haustür. „Die Umstände und die Ursache des Vorfalls sind noch unklar“, erklärte die Staatsanwaltschaft Westflandern: „Die Spurensicherung und ein Waffenexperte wurden hinzugezogen und sind bereits vor Ort, um erste Erkenntnisse zu gewinnen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.“

Kein Drogenbezug

„Ein solcher Vorfall trifft uns natürlich hart“, so Bürgermeister Kris Declercq (CD&V, flämische Christdemokraten): „Ich verstehe, dass unsere Bürgerinnen und Bürger Fragen haben, denn ich habe sie auch. Wir haben uns heute Morgen umgehend mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft beraten, um die Faktenlage genau zu klären, die Bevölkerung zu schützen und die Ermittlungen bestmöglich zu unterstützen.“

„Nach aktuellem Kenntnisstand bestehen keine Hinweise auf weitere Gefahren am Tatort. Ich habe auch bei der Staatsanwaltschaft nachgefragt, ob die Vorfälle mit Drogen in Zusammenhang stehen, aber dazu gibt es derzeit keine Anhaltspunkte. Die Ermittlungen dauern an. Wir werden informieren, sobald weitere Informationen vorliegen.“

ANSEHEN

Mehrere kriminelle Vorfälle in Roeselare

Der Angriff auf das Haus in Roeselare ist nicht der einzige Vorfall in Roeselare in den vergangenen Monaten. Letzten Monat wurde eine Polin in ihrer Wohnung im Stadtzentrum ermordet. Bereits im Frühsommer kam es in der Einkaufsstraße zu einer Schlägerei, bei der jemand mit einem Messer um sich fuchtelte. Im Juni gerieten mehrere Personen gewalttätig aneinander.

Vor fast genau einem Jahr erstach ein Mann afghanischer Herkunft seine Frau, einen Bekannten und einen ehemaligen Nachbarn. Die Vorfälle stehen nicht in Zusammenhang und ereigneten sich an unterschiedlichen Orten in der Stadt. Bürgermeister Declercq möchte sich zu einem möglichen Sicherheitsproblem in der Stadt nicht äußern.

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