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Inland
Wirtschaft

Der Dieselpreis erreicht in Belgien einen neuen Höchststand: 2,501 € pro Liter

Der offizielle Höchstpreis für Diesel (B7) ist heute (Dienstag, 22. September) in Belgien an den Tankstellen um 3,3 Cent auf 2,501 € pro Liter gestiegen. Das ist ein neuer Rekord. Tanken wird somit wieder teurer. Der bisherige Höchstpreis für dieses Jahr wurde Anfang April erreicht. Damals durfte ein Liter Diesel maximal 2,489 € kosten. Die Preissprünge bei den Ölprodukten sind einmal mehr die Folge des Krieges im Nahen Osten und des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Seit heute übersteigt der Höchstpreis für Diesel in unserem Land erstmals die Marke von 2,50 € pro Liter. Das bedeutet, dass man jetzt 125 € für eine Tankfüllung von durchschnittlich 50 Litern zahlt. Gleichzeitig befindet sich der Rohölpreis auf dem europäischen Markt wieder im Abwärtstrend, sodass dieser Rekordwert wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird. Ganz sicher kann man sich dessen aber nie sein, so der belgische Energieverband Energia.

Die belgische Bundesregierung ergreift trotz des Drucks von Seiten französischsprachiger Politiker und der Gewerkschaften derzeit keine Maßnahmen zur Senkung der hohen Kraftstoffpreise.

Die wallonische sozialistische Metall-Gewerkschaft droht mit Arbeitskampfmaßnahmen, sollte die Regierung die entsprechenden Verbrauchssteuern nicht senken. Die Oppositionspartei PS (frankophone Sozialisten) ist der Ansicht, dass die im letzten Monat erfolgte Erhöhung der Verbrauchssteuern (auf Erdgas und Heizöl) rückgängig gemacht werden muss.

Wie reagiert die Politik?

Und die Regierungspartei MR (frankophone Liberale) brachte letzte Woche die Idee einer automatischen Senkung der Verbrauchssteuern wieder ins Gespräch (der hierzulande sogenannte „umgekehrte Cliquet“). Laut dieser Regelung würden die Verbrauchssteuern automatisch sinken, wenn die Preise weiterhin stark steigen. Auf diese Weise würde die Regierung die durch die hohen Kraftstoffpreise generierten Mehreinnahmen wieder an die Verbraucher abgeben, argumentiert die MR.

Premierminister Bart De Wever (N-VA, flämische Nationaldemokraten) wies diesen Vorschlag jedoch bereits vor dem Sommer zurück. Die Regierung profitiere nicht von den hohen Preisen, sondern verliere Geld dabei, hieß es damals.

Möglicherweise ist dies der Grund, warum die hohen Preise auch bei den Haushaltsverhandlungen aktuell kein Thema sind. „Wir suchen Geld und nicht nach neuen Wegen, zusätzliches Geld auszugeben“, ist am Verhandlungstisch für den Haushalt zu hören.

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