In den vergangenen Tagen wurden möglicherweise fünf neue Fälle von West-Nil-Virus-Infektionen beim Menschen in Flandern und Brüssel gemeldet. Drei Fälle wurden in Flandern und zwei in Brüssel gemeldet. Die Gesamtzahl in ganz Belgien liegt jetzt bei 10 Fällen.
Möglicherweise fünf neue Fälle von West-Nil-Virus-Infektionen in Flandern und Brüssel
In Flandern meldet das Gesundheitsministerium insgesamt acht (sehr) wahrscheinliche Fälle von West-Nil-Virus-Infektionen bei Menschen. Zusätzlich zu den fünf bereits Ende letzter Woche bekannten wahrscheinlichen Fällen haben sich drei weitere Personen mutmaßlich infiziert, wiederum in den Provinzen Antwerpen und Flämisch-Brabant.
Eine Person wurde mit neurologischen Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung. Außerdem wurde das West-Nil-Virus bei einem Pferd in der Provinz Limburg nachgewiesen.
Die regionale Gesundheitsbehörde Vivalis meldet zwei Infektionsfälle bei Menschen in Brüssel. Eine der betroffenen Personen lebt in Brüssel. Sie ist derzeit bei guter Gesundheit und zeigt keine Symptome mehr. Die andere Person ist ein italienischer Tourist, der inzwischen nach Italien zurückgekehrt ist. Er zeigte keine akuten Symptome.
Keine Infektionsmeldungen aus der Wallonie
In der Wallonischen Region wurden dem dortigen Gesundheitsamt AVIQ keine Infektionen bei Menschen gemeldet. Zwischen Mai und August wurden hier jedoch zwei Vögel positiv auf das Virus getestet. Aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurden keine Infektionen gemeldet.
Die Gesundheitsbehörden weisen darauf hin, dass diese Situation zu erwarten war. Das Infektionsrisiko bleibt gering, und doch rufen die Gesundheitsbehörden Ärzte dazu auf, weiterhin auf Krankheitssymptome zu achten. Sie bitten die Bevölkerung außerdem, vorbeugende Maßnahmen gegen Mückenstiche zu ergreifen, insbesondere ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Diese Maßnahmen werden bis zum Ende der belgischen Mückensaison empfohlen, die voraussichtlich bis Ende Oktober andauert.
West-Nil-Virus
Das West-Nil-Virus wird ausschließlich durch den Stich einer infizierten Mücke auf den Menschen übertragen. 80 % der Infizierten entwickeln keine Symptome. Bei den übrigen 20 %, die klinische Symptome zeigen, handelt es sich meist um ein leichtes grippeähnliches Syndrom mit Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Weniger als ein Prozent der Fälle entwickeln sich zu einer schweren Form mit neurologischen Komplikationen. Ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

