Im vergangenen Jahr wurden in Belgien über 128.000 neue Einzelunternehmen und -Gesellschaften gegründet - ein neuer Rekord. Dies ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg in Wallonien zurückzuführen. Doch es gibt auch Schattenseiten, denn am Arbeitsmarkt wirkt sich dies nicht wirklich stimulierend aus und 2025 gaben viele Selbständige auf.
Zahlreiche Selbständige in Belgien gründen Einzelunternehmen und das wirkt sich nicht auf den Arbeitsmarkt aus
Auf der Pressekonferenz von Unizo und der Wirtschaftsauskunftei Graydon Creditsafe in der Brüsseler Gemeinde Kraainem herrschte am Dienstag keine wirkliche Feierlaune, denn neben den 128.000 Neugründungen mussten auch 117.000 Unternehmen ihren Betrieb einstellen. Dadurch hat sich die Gesamtzahl der Unternehmen in Belgien kaum erhöht.
Die Zahl der entsprechenden Neugründungen ging in Flandern und Brüssel zurück. Der Anstieg in Wallonien betrifft hauptsächlich Unternehmen, die nur aus einer Person bestehen, was laut Graydon Creditsafe langfristig negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Auch die sinkende Zahl an Unternehmensgründungen in Flandern und in der Hauptstadt-Region wirkt sich negativ auf die Beschäftigungslage in Belgien aus.
Der Verband der Selbstständigen, Unizo, fordert die belgische Bundesregierung dazu auf, Maßnahmen zur stärkeren Förderung des Unternehmertums zu ergreifen. Unizo fordert die Regierung auch auf, keinesfalls zusätzliche Regeln oder Steuern für solche Starter-Unternehmen einzuführen und stattdessen mehr in die Ausbildung im Bereich Unternehmensführung zu investieren.
