Die Niederlande haben 86 Tonnen Gold aus den USA und Kanada abgezogen. Der Großteil davon wurde nach London transferiert. Dies gab die niederländische Zentralbank bekannt. Laut „De Nederlandsche Bank“ erfolgte der Transfer, um für schwere Krisen besser gerüstet zu sein. Von London aus könne das Gold schneller eingesetzt und verkauft werden, hieß es. Die meisten belgischen Goldreserven liegen derweil schon länger in der britischen Hauptstadt.
Die Niederlande ziehen ihre Goldreserven aus den USA und Kanada ab – Wie steht es um das belgische Gold?
Die belgische Nationalbank hält Goldreserven von insgesamt 227 Tonnen. Dieses Gold befindet sich nicht in Belgien. Der Großteil lagert bei der Bank of England in London. Der Rest wird bei der Bank of Canada und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, Schweiz, verwahrt.
„Dafür gibt es eine historische Erklärung“, erklärte Geert Sciot, Sprecher der Nationalbank, vor einiger Zeit gegenüber VRT NWS: „London hat einen bedeutenden Goldmarkt.“
„Darüber hinaus halten Länder traditionell zumindest einen Teil ihrer Goldreserven im Ausland, für den Fall eines Kriegsausbruchs auf ihrem Territorium. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg transferierte unser Land auf diese Weise einen Großteil seines Goldes nach England.“
Ebenfalls bemerkenswert: Belgien hat seit Ende der 1980er-Jahre mehr als 1.000 Tonnen Gold verkauft. Dies war eine politische Entscheidung zur Reduzierung der Staatsverschuldung im Vorfeld der Euro-Einführung.
