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Die westflämischen Moeren sind bei Radsportlern sehr beliebt und viele Radrennen finden hier statt

Neuer Vertrag zwischen Flandern und Frankreich soll Überschwemmungen in den Moeren verhindern

Flandern und Frankreich haben einen neuen „Moeren-Vertrag“ geschlossen. Dieser Vertrag regelt die Maßnahmen zur Hochwasserkontrolle. Im Fall von zu hohem Wasserstand liegen damit klare Vereinbarungen zur Ableitung des Wassers in Richtung Nieuwpoort an der belgischen Nordseeküste oder nach Dünkirchen in Nordfrankreich, um es ins Meer abfließen zu lassen.

Thomas Van Den Hoof Andreas Kockartz
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Die Moeren sind ein tiefliegendes Poldergebiet (mit zwei Metern unter dem Meeresspiegel die tiefste Region Belgiens), das sich direkt hinter der Küste von der Westhoek in Westflandern bis ins nordfranzösische Dünkirchen erstreckt. Kanäle und Wasserwege verlaufen direkt über die Landesgrenze. Bei anhaltenden oder starken Regenfällen stoßen die bestehenden Entwässerungssysteme in Nieuwpoort und Dünkirchen an ihre Grenzen. Daher ist die Region besonders hochwassergefährdet.

Die grundlegenden Vereinbarungen zur Wasserableitung in dieser Grenzregion stammen aus dem Jahr 1890 und wurden 1968 angepasst. Diese historische Regelung reicht jedoch für die heutigen extremen Wetterbedingungen nicht mehr aus. 

Gegenseitiges Hilfesystem

„Das Abpumpen von Wasser aus den Moeren ist nicht einfach, da es sich um das am tiefsten gelegene Gebiet Belgiens handelt“, erklärte Bart Naeyaert (CD&V, flämische Christdemokraten, Sprecher der westflämischen Provinzbehörden gegenüber VRT NWS: „Wir haben jetzt ein gegenseitiges Hilfesystem entwickelt, das uns ermöglicht, Wasser vorübergehend in zwei Richtungen aus dem Nieuwpoort-Dünkirchen-Kanal abzuleiten und es dann in die Nordsee zu lenken. Alle Vereinbarungen und Verfahren sind rechtsverbindlich.“

Zu diesem Zweck wurden mit europäischer Unterstützung zwei wichtige Anlagen errichtet. Die eine ist ein Notpumpwerk am Speievaart, ein Kanal in Veurne, das Wasser aus den Moeren in den Nieuwpoort-Dünkirchen-Kanal pumpt. Die andere ist ein Schleusentor an den sogenannten „Vier Schleusen“ in Dünkirchen, das die weitere Ableitung des Wassers in den Canal Exutoire und die Nordsee ermöglicht.

Resiliente Westhoek

„Diese Vereinbarung allein wird Überschwemmungen nicht verhindern“, warnte Naeyaert. Sie ist nur ein kleiner Teil des Plans „Resiliente Westhoek“, der zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Westhoek - das Dreieck zwischen Westflandern, der Nordsee und der Grenze zu Frankreich - vor Überschwemmungen umfasst: „Dazu gehören neue Deiche, zusätzliche Wasserflächen und eine bessere Abstimmung zwischen Kanälen und Wasserwegen. Hier muss noch viel umgesetzt werden. Wir hoffen, dass die flämische Regierung die zugesagten Gelder zügig freigibt.“

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