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Inland
Justiz

Brüssels Bürgermeister macht den Antwerpener Hafen für die Drogenkriminalität verantwortlich

Brüssels Bürgermeister Philippe Close (PS, frankophone Sozialisten) sieht im Hafen von Antwerpen eine der Ursachen für die eskalierende Drogenkriminalität in der belgischen Hauptstadt. „Die Drogen kommen nicht per Fallschirm hierher. Warum wird in Antwerpen nicht stärker eingeschritten?“, fragte er gegenüber dem regionalen Brüsseler Fernsehsender BX1.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

„Man gewinnt den Eindruck, dass der Premierminister (Bart De Wever, Red.) und vielleicht auch sein Umfeld, wie etwa die Justizministerin (Annelies Verlinden, Red.) und der Zollminister (Bundesfinanzminister Jan Jambon, Red.), alle drei Antwerpener, den Hafen von Antwerpen schützen wollen. Wie kommt das bei der Bevölkerung an, dass wir dort nicht härter durchgreifen?“

In Brüssel kam es in den letzten Wochen in den Gemeinden Sint-Gilli, Anderlecht und Sint-Jans-Molenbeek zu Schießereien mit einigen Verletzten. Politiker diskutieren derzeit darüber, wer dafür verantwortlich ist.

Zahlen

Laut den neuesten Zahlen des Finanzministeriums wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres im Fusionshafen Antwerp-Bruges 5,4 Tonnen Kokain beschlagnahmt, verglichen mit über 16 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In den Nachbarländern Frankreich und den Niederlanden stieg die Zahl der Beschlagnahmungen sogar an. In Antwerpen wurde allerdings mehr Cannabis sichergestellt.

Bgm. Close: "Antwerpen ist schuld..."

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