Wenn es nach Frédéric De Gucht (Foto) geht, dem Vorsitzenden der flämischen Liberalen Anders - die sowohl auf flämischer Landes-, als auch auf belgischer Bundesebene in der Oppositionspartei sitzen, sollte die politische Sommerpause drastisch auf einen Monat verkürzt werden. Er bezeichnet die aktuelle Urlaubsregelung als „überholt“.
Flämischer Politiker kritisiert die langen politischen Sommerferien in Belgien: „Zwei Monate Urlaub für Politiker, das ist überholt.“
„Brand im Hohen Venn. Schießereien in Brüssel. Und gleichzeitig steht unsere Wirtschaft komplett still: Null Prozent Wachstum, hohe Inflation, astronomische Zinsen und der Haushalt gerät immer weiter aus den Fugen. Aber was macht das politische Establishment? Es schaltet für zwei Monate das Licht aus“, so Frédéric De Gucht. „Stellen Sie sich vor, Sie müssten das als Unternehmer mit Ihrem Unternehmen machen. Sie wären im Nu pleite.“
De Gucht findet die Sonderstellung der Politiker unverständlich: „In der Privatwirtschaft haben die meisten Menschen etwa 25 Tage Urlaub. Allein im Sommer haben Politiker fast doppelt so viele. Wozu ist das nötig? Kein anderer Sektor hat so lange Ferien, außer vielleicht der Bildungssektor und selbst dort sind diese zwei vollen Monate umstritten.“
Deshalb plädiert er für eine politische Sommerpause, die auf den Zeitraum vom 15. Juli bis zum 15. August begrenzt ist. „Das entspricht viel eher den Gegebenheiten am Arbeitsplatz. Auf diese Weise können die Politiker Mitte August wieder vollumfänglich ihre Arbeit aufnehmen, genau wie der Rest der Gesellschaft“, so der flämische Liberale De Gucht.
