„Jeder wird die Folgen der Haushaltsmaßnahmen der Bundesregierung spüren.“ Das sagte Belgiens Premierminister Bart De Wever (N-VA, flämische Nationaldemokraten) am Montagmorgen gegenüber dem französischsprachigen Radiosender Bel RTL. „Ich schlafe deswegen schlecht, ich denke oft darüber nach“, so der De Wever offen.
Belgiens Premier De Wever (N-VA): „Die Haushaltsmaßnahmen rauben mir den Schlaf“
Premier De Wever macht keinen Hehl aus den gesellschaftlichen Folgen der Spar- und Haushaltspolitik in Belgien - Die Maßnahmen seiner Regierung werden alle treffen: „Wie auch immer wir damit umgehen, es wird nicht einfach. Ich denke jedoch, die Bevölkerung ist reif und bereit dafür. Viel mehr, als manche Politiker glauben.“
Laut De Wever ist sich die Bevölkerung der schwierigen Lage bewusst: „Die Welt verändert sich. Europa ist ein alter Kontinent. Die Chinesen und die Amerikaner überholen uns. Wir sind nicht in der Lage, unsere eigene Verteidigung zu organisieren, und wir werden ständig gedemütigt. Die Menschen wissen, dass wir sofort handeln müssen und dass wir in Schwierigkeiten stecken.“
In den kommenden Wochen muss die belgische Bundesregierung 10 Mia. € auftreiben, um den Haushalt bis 2029 an die europäischen Abkommen anzupassen. Die betreffenden Maßnahmen kommen zu den bereits umgesetzten und teilweise scharf kritisierten Einsparungen hinzu.
