Das Trappistenbier Westmalle Dubbel feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Die Mönche der Abtei Westmalle in den Kempen in der Provinz Antwerpen brauten im 19. Jahrhundert zunächst ein Tafelbier für den Eigenbedarf. Später kamen Varianten hinzu, die sie verkauften, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. „Diese Philosophie ist bis heute unverändert geblieben“, verlautet aus der Abtei dazu.
Das Trappistenbier Westmalle Dubbel wird 100: „Vom Tafelbier zum Synonym für Trappisten“
Die Ursprünge der Westmalle Trappistenbiere reichen bis ins Jahr 1836 zurück. „Damals begannen die Mönche, ein Tischbier zu brauen, das ausschließlich für den Eigenbedarf bestimmt war“, erklärt Manu Pauwels, Marketingleiter der Brauerei. Im Laufe der Jahre wuchs das Interesse an dem hier gebrauten Bier und es entstanden zahlreiche Varianten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Rezept für ein Braunbier entwickelt, das 1926 zu einem Doppelbraunbier verfeinert wurde. Daher rührt die Bezeichnung „Westmalle Dubbel“, wie wir sie heute kennen. Auch der Name „Dubbel“ hat hier seinen Ursprung. Er verweist auf die Verdopplung der Malzmenge im Vergleich zum ursprünglichen Braunbier.
Symbol für Trappistenbier
Laut Pauwels wurde das Westmalle Dubbel zum Maßstab für einen ganzen Bierstil: „Ich wage zu behaupten, dass das Westmalle Dubbel in einer Zeit, in der nur wenige Spezialbiere auf den Markt kamen, wegweisend war. Das „Dubbel“ war eines der ersten Spezialbiere, das sich über die Kempen hinaus verbreitete. Es wurde zum Symbol oder Synonym für Trappistenbier. Viele Menschen meinen mit Trappistenbier ein ‚Dubbel‘, oft aus Westmalle. Das ist eine beachtliche Leistung.“
Das ‚Dubbel‘ war eines der ersten Spezialbiere, das sich über die Kempen hinaus verbreitete“
Manu Pauwels, Marketingleiter der Brauerei Westmalle
Vom besonderen Glas bis zum einzigartigen Käse
Anlässlich des Jubiläums erhält die 33-Zentiliter-Flasche vorübergehend ein modifiziertes Etikett und einen passenden Kronkorken. Außerdem gibt es eine Sonderedition des Westmalle-Glases mit einer Verzierung, die an 100 Jahre Westmalle „Dubbel“ erinnert. Das Glas hat einen feinen Silberrand, wie er früher bei Westmalle-Gläsern üblich war.
In einigen Gaststätten erhalten Bierliebhaber zwischen Ende September und Ende Oktober beim Kauf eines Westmalle Dubbel eine Portion Westmalle-Käse. Dieser Käse wurde speziell zum Jubiläum in limitierter Auflage hergestellt.
Die Mönche streben nicht nach Gewinnmaximierung
17 Mönche leben heute noch in der Abtei von Westmalle. Weitere 75 Personen sind dort beschäftigt - 53 davon in der Brauerei. Laut Brauerei haben die Mönche nie auf maximale Produktion oder Gewinnmaximierung gesetzt.
So ist beispielsweise die Anzahl der produzierten Biere begrenzt und die Verkaufserlöse dienen dem Lebensunterhalt der Mönche, der Erhaltung des kulturellen Erbes, der Bezahlung der Mitarbeiter und der Unterstützung wohltätiger Zwecke.
Im Laufe der Jahre hat sich das Rezept leicht verändert. Die Philosophie jedoch ist dieselbe geblieben. „Seit 1926 halten wir an denselben Prinzipien fest. Inzwischen haben sich die Brautechniken weiterentwickelt und wir können das Bier sogar noch besser brauen als zu Beginn. Wir können es verfeinern, aber das Geschmacksprofil ist nach wie vor dasselbe“, sagt Pauwels.
