Der niedrige Rheinpegel erschwert es dem Chemieunternehmen BASF in Antwerpen, Produkte per Binnenschiff an seine Standorte in Deutschland zu liefern. Daher werden einige Produkte derzeit mit Bahn oder Lastwagen transportiert. Damit fällt quasi die Lagerhaltung von Rohstoffen während des Transports auf den Schiffen weg. „Wo nötig, nutzen wir externe Lager, um Produkte vorübergehend zu lagern“, so BASF Antwerpen.
BASF Antwerpen muss aufgrund des niedrigen Rheinpegels einige Produkte per Bahn oder Lastwagen transportieren.
Aufgrund der seit Wochen andauernden Trockenheit führt der Rhein in Deutschland einen historisch niedrigen Wasserstand. Dieser niedrige Wasserstand beeinträchtigt die Schifffahrt, auch und gerade für Unternehmen entlang des Flusses, wie z.B. BASF. Der Hauptsitz des deutschen Chemieunternehmens befindet sich in Ludwigshafen.
BASF-CEO Markus Kamieth hatte schon vor einiger Zeit durchblicken lassen, dass der niedrige Wasserstand zu Lieferengpässen führt. Um diese Auswirkungen abzumildern, werden einige Produkte derzeit per Bahn oder Lkw aus Belgien nach Deutschland transportiert. Dies betrifft Produkte, die normalerweise per Schiff befördert werden.
Vorübergehende Lagerung
Schiffe mit geringerem Tiefgang sind zwar vorerst noch eine Option, um die diversen Standorte, z.B. das Stammwerk in Ludwigshafen zu beliefern, doch dies ist nur begrenzt eine Lösung. „Wo nötig, setzen wir externe Lager ein, um Produkte vorübergehend zu unterzubringen“, so ein Sprecher von BASF in Antwerpen. Welche Produkte und Mengen betroffen sind, wird nicht bekanntgeben.
In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärte der CEO des deutschen Chemieriesen diese Woche, BASF habe Kunden bereits darauf hinweisen müssen, dass einige Produkte nicht vollständig geliefert werden können. Die Folgen der Trockenheit werden sich aber voraussichtlich nicht auf das Jahresergebnis auswirken, so CEO Kamieth.
