Der Sonnenbrand an den Früchten in den Apfel- und Birnenplantagen im Anbaugebiet im Hespengau sind weniger schlimm als befürchtet. Laut dem flämischen Forschungszentrum „PC Fruit“ für den Obstanbau sind die Sonnenschäden an Obstbäumen in Limburg weniger gravierend als befürchtet. „Der Schaden liegt zwischen 1 und 10 %“, so Dany Bylemans, der Direktor des Zentrums gegenüber VRT NWS: „Das Fruchtfleisch schmeckt dann wie Apfelmus.“
Hitze- und Sonnenbrandschäden auf Äpfeln und Birnen im Hespengau nicht so schlimm wie befürchtet
Die anhaltende Hitze der letzten Wochen hat den Obstbauern in diesem Sommer bereits viel Stress bereitet. Am vergangenen Wochenende stiegen die Temperaturen in den Plantagen auf 36°C und mehr. Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung haben etliche Äpfel Sonnenbrand erlitten.
„Bei Temperaturen von 35 bis 36 Grad steigt die Temperatur der in der Sonne hängenden Früchte manchmal auf über 50 Grad. Dann entstehen die eigentlichen Schäden“, erklärt Dany Bylemans von „PC Fruit“: „Das wahre Ausmaß wird sich aber erst bei der Ernte zeigen.“ Grüne Apfelsorten wie Golden sind besonders betroffen: „Diese Äpfel sind anfälliger. Bei rot-grünen Äpfeln ist die rote Seite ebenfalls ständig der Sonne ausgesetzt. Die rote Farbe entsteht durch Anthocyane, die antioxidativ wirken und vor UV-Strahlung schützen“, so Bylemans weiter.
Wie kann man Sonnenbrand vorbeugen?
PC Fruit hatte den Anbauern empfohlen, das Gras in den Plantagen weniger kurz zu mähen oder Klee zwischen den Bäumen auszusäen: „Dadurch bleibt es in den Obstgärten etwas kühler. Das sind kleine Maßnahmen, auf die wir die Anbauer aufmerksam machen, und immer mehr Landwirte setzen sie um.“
Unterdessen hat im Hespengau die Ernte der Conference-Birnen begonnen. Aufgrund der anhaltenden Dürre wird die Erntemenge in diesem Jahr geringer ausfallen. „Aber die Qualität ist gut“, sagt Obstbauer Karel Vaes: „Sie haben viel Sonne abbekommen und sind deshalb schön süß. Der Ertrag ist dieses Jahr zwar geringer, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir weniger damit verdienen werden.“
