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Brand im Hohen Venn

Brand im Hohen Venn in Ostbelgien - Provinzialer Notfallplan ausgerufen

Im Hohen Venn in Ostbelgien in der Provinz Lüttich ist ein Feuer ausgebrochen. Der Brand brach auf dem Gebiet der Gemeinde Baelen aus und betrifft den Bereich Drossart zwischen Eupen und der Baraque Michel, wie der belgische Rundfunk in deutscher Sprache, BRF, am Freitagnachmittag meldete. Gegen 14 Uhr 30 erstreckte sich die Brandfläche auf rund einen Hektar. Gegen 16 Uhr 30 waren bereits rund 80 Hektar verbrannt. Diese Angabe wurde etwas später auf 60 Hektar nach unten korrigiert. 

Andreas Kockartz
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Der Brandort im Fagne des Deux-Séries im Bereich des Forstamtes Malmedy sei relativ schlecht erreichbar, so der BRF. Das Feuer wird mit Drohnen überwacht und die Feuerwehr rückt mit Geländefahrzeugen vor, um die Flammen zu bekämpfen. Hubschrauber mit sogenannten „Bambi Buckets“, Wasserbehälter, mit denen Löschwasser über dem Brand abgeworfen werden kann sind vor Ort. Diese Hubschrauber holen ihr Löschwasser im Stausee an der nahegelegenen Gileppe-Talsperre.

Ein ehrenamtlicher Steward hatte das Feuer im Hohen Venn gegen 13 Uhr von einer Aussichtsplattform entdeckt und den Behörden sofort gemeldet.

Die Rauchsäule des Brandes im Venn ist kilometerweit sichtbar. Das Foto oben wurde 30 Kilometer vom Dorf Sourbrodt entfernt aufgenommen, das sich in unmittelbarer Nähe des Brandherds befindet. Die Behörden haben die Gebiete um Baelen, Jalhay, Waimes und Malmedy in der Umgebung des Venns gesperrt. Inzwischen wurden die Menschen in Ostbelgien auch über BE-Alert gewarnt.

Wegen des Brandes ist zudem die Vennstraße zwischen Sourbrodt und Eupen gesperrt.

Alle, die sich in dem Gebiet aufhalten, müssen das Hohe Venn umgehend verlassen. Die Behörden der Provinz Lüttich bitten außerdem darum, nicht in das Gebiet zu reisen, beispielsweise aus Neugier. Die Zufahrtsstraßen müssen frei bleiben, damit die Rettungskräfte ungehindert arbeiten können.

2011 hatte es an etwa der gleichen Stelle schon einmal gebrannt, erinnert die deutschsprachige Tageszeitung Grenzecho. Die Hilfeleistungszone der Deutschsprachigen Gemeinschaft und die Hilfeleistungszone Vesdre-Hoëgne & Plateau (VHP) sind vor Ort im Einsatz und versuchen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, so das Blatt auf seiner Webseite.

Sorge bereite dabei auch die aktuelle Windrichtung. Der Wind könnte die Flammen weiter in das Venn hineintreiben. Gleichzeitig zieht der Rauch in südliche Richtung der belgischen Eifel. Bis gegen 16 Uhr 30 am Freitag wurden bereits 80 Hektar Naturschutzgebiet im Venn Opfer der Flammen. Laut der wallonischen Regionalbehörde SPW (Service Public de Wallonie) ist der Brand nicht unter Kontrolle. Die verbrannte Fläche ist aber inzwischen auf 60 Hektar noch unten korrigiert worden. 

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Das Löschwasser kommt aus der Gileppe-Talsperre
Blick aus Richtung Stausee der Gileppe-Talsperre
Löschfahrzeug am Parkplatz Mont-Rigi

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