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Inland
Wirtschaft

Belgien stoppt die Übernahme eines Hubschrauber-Dienstleister durch chinesisches Unternehmen: „Risiken für die nationale Sicherheit“

Das in Ostende ansässige Unternehmen Noordzee Helikopters Vlaanderen (NHV) wird doch nicht in chinesische Hände gelangen. Dies teilt das Unternehmen nach der Entscheidung der Interföderalen Screenings-Kommission, der belgischen Behörden auf seiner Website mit. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken bis hin zur Gefährdung nationalen Sicherheitsinteressen, da NHV als Dienstleister u.a. Personal zu Windparks und Ölplattformen transportiert, die für die Energieversorgung Belgiens von entscheidender Bedeutung sind und die als „Kritische Infrastruktur“ gelten. 

Andreas Kockartz Belga
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Zudem konkurriert das Unternehmen um einen wichtigen Wartungsvertrag mit dem belgischen Verteidigungsministerium. Die Prüfkommission muss sicherstellen, dass große Investitionen ausländischer, außereuropäischer Unternehmen oder Organisationen nicht zu geopolitischen Überraschungen führen. Aus diesem Grund wurde eine Untersuchung der geplanten Übernahme von NHV mit Hauptsitz in Ostende durch das irische Unternehmen GD Helicopter Finance (GDHF), eine Tochtergesellschaft des chinesischen Konzerns GDAT, eingeleitet.

Normalerweise wäre der Verkauf Anfang 2026 erfolgt, doch die Untersuchung brachte mehrere Warnsignale ans Licht. Dies betrifft „Risiken für die nationale Sicherheit, Belgiens strategische Interessen und mögliche Verbindungen zum Verteidigungssektor“, so Wirtschaftsminister David Clarinval (MR, frankophone Liberale). Folglich wird die Transaktion letztendlich nicht zustande kommen.

China Einblick in unsere Luftfahrtsysteme zu gewähren, geht zu weit“

Hochrangige Quelle im Verteidigungsministerium

NHV, seit 2013 im Besitz der französischen Investmentgesellschaft Ardian, bietet mit 400 Mitarbeitern und rund 30 Hubschraubern unter anderem Transportdienstleistungen für die Öl- und Gasindustrie sowie Offshore-Windparks an. Der Transport von Technikern und Ingenieuren zu europäischen Windparks und Ölplattformen, der für die Energieversorgung von entscheidender Bedeutung ist, würde somit in die Hände eines chinesischen Unternehmens fallen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Das Verteidigungsministerium beschloss letztes Jahr, 20 Airbus H145M-Hubschrauber über das NATO-Beschaffungszentrum zu erwerben. Der Vertrag sieht vor, dass Airbus für die Wartung verantwortlich ist. NHV bewirbt sich jedoch als Subunternehmer für Airbus, um die Wartung der belgischen Hubschrauberflotte durchzuführen. Das würde bedeuten, dass ein von China kontrolliertes Unternehmen für die Wartung der neuen belgischen Militärhubschrauber zuständig wäre.

Bereits im Februar äußerten verschiedene Quellen innerhalb des Verteidigungsministeriums ihre Bedenken zu diesem Thema. „China Einblick in unsere Luftsysteme zu gewähren, geht zu weit“, hieß es.

NHV bietet Transportdienstleistungen auch für die sogenannte "Kritische Infrastruktur" in Belgien bzw. Europa

NHV, seit 2013 im Besitz der französischen Investmentgesellschaft Ardian, bietet mit 400 Mitarbeitern und rund 30 Hubschraubern unter anderem Transportdienstleistungen für die Öl- und Gasindustrie sowie Offshore-Windparks an. Der Transport von Technikern und Ingenieuren zu europäischen Windparks und Ölplattformen, der für die Energieversorgung von entscheidender Bedeutung ist, würde somit in die Hände eines chinesischen Unternehmens fallen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Das Verteidigungsministerium beschloss letztes Jahr, 20 Airbus H145M-Hubschrauber über das NATO-Beschaffungszentrum zu erwerben. Der Vertrag sieht vor, dass Airbus für die Wartung verantwortlich ist. NHV bewirbt sich jedoch als Subunternehmer für Airbus, um die Wartung der belgischen Hubschrauberflotte durchzuführen. Das würde bedeuten, dass ein von China kontrolliertes Unternehmen für die Wartung der neuen belgischen Militärhubschrauber zuständig wäre.

Bereits im Februar äußerten verschiedene Quellen innerhalb des Verteidigungsministeriums ihre Bedenken zu diesem Thema. „China Einblick in unsere Luftsysteme zu gewähren, geht zu weit“, hieß es.

"Völlig außergewöhnliche Entscheidung"

Laut dem Kabinett von Wirtschaftsminister Clarinval ist dies das erste Mal seit drei Jahren, dass die Regierung eine solche Investition blockiert hat. Sie bezeichnet die Entscheidung daher als „völlig außergewöhnlich“. Gleichzeitig betont Clarinval, dass Belgien weiterhin offen für ausländische Investitionen sei: Die Screenings der Prüfkommission dienen keinesfalls dazu, Investitionen abzuschrecken, sondern um zu gewährleisten, dass unsere nationale Sicherheit, unsere kritische Infrastruktur oder unsere strategische Autonomie keinen Schaden nehmen.“

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