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Gesundheit

Schutzbrillen für die Sonnenfinsternis am 12. August in Belgien fast ausverkauft

Wer in Belgien noch eine Schutzbrille für die Sonnenfinsternis am 12. August haben möchte, muss schnell sein. Optiker rechnen damit, dass die Brillen bis Ende der Woche ausverkauft sein werden. Diese Brillen sind unerlässlich, da der direkte Blick in die Sonne zu dauerhaften Netzhautschäden führen kann. „Sonnenbrillen oder Behelfslösungen bieten keinen Schutz“, warnen Optiker.

Andreas Kockartz
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Die Jagd nach Sonnenfinsternis-Schutzbrillen läuft auch in Flandern auf Hochtouren, und die Bestände schwinden rapide. Bei der Volkssternwarte Urania in Hove bei Antwerpen, dem größten Anbieter des Landes, musste der Onlineshop sogar schließen, da die Bestellungen nicht mehr rechtzeitig bearbeitet werden können. Die verbleibenden Brillen sind nur noch im Großhandel und vor Ort erhältlich. Bei der Volkssternwarte Mira in Grimbergen in Flämisch-Brabant sind die Brillen inzwischen komplett ausverkauft.

Es gibt noch einige Schutzbrillen hauptsächlich bei Optikern und öffentlichen Sternwarten, sowie vereinzelt in Supermärkten oder Apotheken. Es empfiehlt sich jedoch, nicht zu lange zu warten, denn laut dem belgischen Optikerverband APOOB werden die meisten Optiker bis Ende der Woche ausverkauft sein.

„Jetzt oder nie“

„Es heißt jetzt oder nie“, sagt Optiker Charles Bruninx vom APOOB gegenüber VRT NWS: „Wir waren von der großen Nachfrage etwas überrascht. Vor einigen Jahren gab es auch eine Sonnenfinsternis. Damals war der Andrang nicht so groß. Diese Finsternis ist natürlich noch beeindruckender – die größte seit 1999 – und sie fällt mit den Feiertagen zusammen.“

Übrigens sind Sonnenfinsternis-Schutzbrillen noch in verschiedenen Onlineshops erhältlich. Man sollte aber genau darauf achten, was man kauft: Zugelassene Brillen tragen ein CE-Zeichen und die ISO-Nummer 12312-2. Die Gläser können silbern oder schwarz sein. „Überprüfen Sie unbedingt, wer die Brillen verkauft“, warnt Bruninx: „Manche Onlineshops behaupten, die Brillen entsprächen den Normen, was aber überhaupt nicht stimmt.“

Schutzbrille unbedingt erforderlich

Falls sich bis zum 12. August keine Sonnenfinsternisbrille mehr auuftreiben lässt, sollte man besonders vorsichtig sein. „Schauen Sie niemals direkt in die Sonne, auch nicht in die untergehende Sonne, die schwächer erscheint“, warnt die Augenärztin Liselotte Aerts gegenüber VRT NWS: „Sie können dauerhafte Augenschäden davontragen.“

Es kann sogar zur Erblindung führen: „Eine Sonnenfinsternisbrille ist daher unerlässlich, um die Sonne zu beobachten. Auch bei Sonnenuntergang oder wenn die Sonne hinter Wolken verborgen ist.“

Keine Ersatzlösungen nutzen!

„Selbst Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz“, sagt Aerts: „Sie blockieren zwar das direkte Sonnenlicht, lassen aber dennoch schädliche Strahlung durch, die zu leichten Verbrennungen der Netzhaut führen kann. Vermeiden Sie außerdem beschädigte oder ungenutzte Sonnenfinsternisbrillen, die Sie noch zu Hause haben.“

Dasselbe gilt für andere „Tricks“ wie CDs oder DVDs. Auch diese blockieren das sichtbare Sonnenlicht, lassen aber schädliche Strahlung durch: „Sie könnten genauso gut gar nichts benutzen und direkt in die Sonne schauen.“ Für die Beobachtung der Sonnenfinsternis eignen sich jedoch Schweißerbrillen mit einer ausreichend hohen Dichte von 14 oder höher.

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