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Inland
Wirtschaft

Die Sozialpartner in Belgien fordern eine bessere Regulierung des Influencer-Marketings

Sozialpartner (Arbeitgeber und Gewerkschaften) und Verbraucherorganisationen fordern eine verbesserte Regulierung und einen klaren Rahmen für Influencer-Marketing und für die entsprechenden Content-Kreatoren in Belgien. Diese Forderung erheben sie in einem Bericht des Zentralrats der Wirtschaft (CRB), in dem sie gemeinsam tagen. In einer europäischen Studie aus dem Jahr 2024 wird klar, dass nur etwa ein Fünftel der Influencer Reklame deutlich kennzeichnet. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In Flandern wird Influencer-Marketing von der regionalen Medienaufsichtsbehörde (VRM) reguliert. Diese schreibt vor, dass die Begriffe „Werbung“ oder „Öffentlichkeitsarbeit“ in einem Influencer-Video klar gekennzeichnet sein müssen. Die jeweilige Marke muss zudem verlinkt werden und die Plattform muss darauf hinweisen, dass Marken-Content vorhanden ist. In den anderen Landeteilen gelten abweichende Regelungen.

Der CRB setzt sich daher für ein einheitliches rechtliches belgisches Label für Influencer ein. Auf europäischer Ebene fordert der Rat einen europäischen Mustervertrag mit Standardklauseln für die Zusammenarbeit zwischen Werbetreibenden und Influencern. Der Wirtschaftsrat nennt Frankreich als Beispiel, wo eine schriftliche Vereinbarung bzw. ein schriftlicher Vertrag obligatorisch ist, sobald eine Geschäftsvereinbarung 1.000 € übersteigt.

Europäisches Label für Influencer?  

Darüber hinaus fordert der Rat klare juristische Regelungen für minderjährige Influencer und ein Label für virtuelle Influencer. Dies soll es Verbrauchern ermöglichen, zu erkennen, ob die Inhalte von künstlicher Intelligenz generiert wurden.

„Mit dieser Empfehlung möchte der CRB zu einer Debatte beitragen, die auch auf politischer Ebene geführt werden soll“, so der Rat in seiner Empfehlung: „Die Regulierung von Influencer-Marketing hat in der Tat Priorität im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Der Ausschuss bittet darum, sowohl an den europäischen Verhandlungen als auch an der anschließenden Umsetzung neuer Regelungen auf belgischer Ebene beteiligt zu werden.“

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