Die flämischen Landesbehörden machen 1,13 Mio. € für die vier Soldatenfriedhöfe in und um Ypern in Westflandern herum frei. Die Mauern rund um diese Friedhöfe, auf denen Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg ihre letzte Ruhestätte haben, müssen stabilisiert werden. Die Commonwealth War Graves Commission (CWGC), die für die Pflege der britischen Kriegsgräber einsteht, finanziert ebenfalls einen Teil der Arbeiten.
Flandern finanziert die Restaurierung der vier Soldatenfriedhöfe in Ypern mit 1,13 Mio. €
Bald starten die Renovierungsarbeiten der vier Soldatenfriedhöfe in der Region Ypern. Dabei handelt es sich um den Railway Dugouts Burial Ground und den Bedford House Cemetary in Zillebeke, um den White House Cemetary in Sint-Jan und um den Battery Corner Cemetary in Ypern selbst.
Vor allem die Mauern rund um diese Friedhöfe brauchen eine gründliche Erneuerung. Ziel ist, alle Fundierungen und die Fugen wiederherzustellen und beschädigte Ziegel- oder Decksteine zu ersetzen. Wo dies möglich ist, werden die beauftragten Bauunternehmen bestehendes (sprich historisches) Material wieder nutzen.
Das ganze Unterfangen wird mit 1,7 Mio. € veranschlagt. 66 % davon übernimmt Flandern über die Landesagentur Denkmalschutz und den Rest finanziert die CWGC.
„Nie wieder Krieg“
Die Region rund um Ypern in Westflandern wurde vom Ersten Weltkrieg schwer heimgesucht. Hier lag die Front jahrelang fest und es wurden von beiden Seiten nur wenige Meter Gebiet erobert, um schnell wieder verloren zu gehen. Zehntausende Soldaten aus Ländern wie Kanada, Indien, Australien oder Neuseeland verloren hier im Kampf gegen die Deutschen ihr Leben und fanden hier ihre letzte Ruhestätte.
„Wir wollen die Botschaft ‚Nie wieder Krieg‘ weiter bringen“, sagte Flanderns Denkmalschutzminister Ben Weyts (N-VA, flämische Nationaldemokraten), „und das tun wir unter anderem, in dem wie die Kriegsfriedhöfe in Ehren halten, als stille Zeugen des Elends des Krieges.“
„Gemeinsam mit den Ländern des Commonwealth sorgen wir dafür, dass diese Friedhöife in gutem Zustand bleiben, damit sie den Respekt ausstrahlen, den die hier Gefallenen verdienen. Wir werden ihr Opfer nie vergessen und werden ihre letzten Ruhestätten niemals verwahrlosen.“

